ERSTER LAUF ZUR PROTOCHAMPSERIES



"Historic Challenge Hungriger Wolf" am 30. und 31.Mai 2015



DER STRECKENSPRECHER

war die absolute Sensation. Der Automobilhistoriker Marcus Klippgen, der alle Läufe mit Automobilen kommentierte, sorgte so richtig für Aufsehen oder vielmehr Aufhorchen. Seine gutturale Stimme brachte mit unglaublichem Sachverstand für die automobile Geschichte die wettbewerbenden Fahrzeuge incl. ihrer Entstehungsgeschichte rüber - sowas habe ich auf einer Rennstrecke noch nicht gehört. Jeder Teilnehmer bekam via Lautsprecher die Geschichte seines Fahrzeugtyps erklärt - Marcus stand locker und entspannt mit seinem Mikrofon inmitten der Zuschauer "da hab ich am meisten Ruhe und sehe wie das ankommt, was ich sage" erklärte er mir. Selbst die routinierte ehemalige und bekannteste Tagesschausprecherin und Moderatorin Dagmar Berghoff meinte "dass der es aber richtig drauf hat". Also noch einmal zusammengefasst: Danke, Marcus, das war einfach nur toll. Ein guter Kontrapunkt zu der sachlich erläuternden Darbietung von Marcus Klippgen war der ehemalige Motorradweltmeister Egon Müller, der die Motorradläufe kommentierte.


DIE STRECKE

war einfach nur wundervoll. Ganz anders, etwa 3,5 Kilometer lang mit großen und kleinen Kurven und viel Platz zum überholen, also das hat richtig Spaß gemacht. Dank auch an Jens Schröder, der die Strecke "im Detail gestaltete" - das hat er für uns alle superplus gemacht. Und wenn wir schon beim Dankeschönsagen sind: es geht weiter mit Anton Schlenger und seinem tollen, unaufgeregten und äußerst sachlichem Team! Und auch alle vorbereitenden Abstimmungen mit Anton waren sowas von entspannt und zielgerichtet, die "Classic Motor Days" konnten nur ein Erfolg werden, egal bei welchem Wetter...was sich auch an der hohen Zuschauerzahl (viele tausende kamen) beweisen läßt.


DER WETTBEWERB

Pech für Timmi: bereits in der ersten Wertungsrunde wollte sein schneller Lotus-Motor nimmer. Und das gleich zu Beginn der Saison: gemein. Wo Timmi doch eines der schönsten und zugleich schnellsten Fahrzeuge in unserer Runde hat. Pech auch für Henner und Katia. Henner mußte am Sonntagmorgen wegen unklaren Motors die Segel streichen, Katia fast gleichzeitig, da der Motor ihres Porsche 911 T einfach immer bei 8.000 Umdrehungen stehenblieb - nix gut.

Ansonsten war es wie immer: Hardy Hensel und Axel Gnutzmann lieferten den Zuschauern eine bühnenreife Spitzenplatzkampfshow ab, auffallend schnell war der Fiat Dino von Erhard Thiede und auch der SuperSports Roadster von Gert Pollmann machte richtig Spaß - und das nicht nur ihm, sondern auch der jungen Galopprennreiterin Swantje Arzt - die dann auch schon gleich den Sieg bei der Klasse der ProtoChampSeries mit minimalstem Zeit-Delta verbuchen konnte.

Trotz einiger technischer Probleme kam Joachim Breckwoldt aus Hamburg bei den RaceChampSeries vor Axel Gnutzmann und Hardy Hensel zum Zuge: nun, es ist halt eine Gleichmäßigkeitsfahrt und jeweils die zweite Runde in einem Lauf war die Vorgabezeit, was wohl vielen Teilnehmern anscheinend ziemlich egal war...

Auch nicht ganz neu ist die Tatsache, dass Harald Reiners und Jens Schröder "schon sehr gut gleichmäßig fahren können" - Platz eins für Harald, Platz zwei für Jens vor Michael Bäcker...


DAS BREITESTE GRINSEN

hatte diesmal wieder Michael Bäcker - siehe Foto... Wobei aber auch Dagmar Berghoff (die beim Sonderlauf wie auch Swantje Arzt startete) ziemlich begeistert war: siehe ihr Interview auf youtube...


Und hier nun die Ergebnisse:



ProtoChampSeries

Platz 1: Swantje Arzt, Fehrbellin, SuperSportsRoadster (1,3 sec.)

Platz 2: Gert Pollmann, Böhmfeld, SuperSportsRoadster (8,2 sec.)

Platz 3: Peter Hanke, Neumünster, Alfa Giulia (10,6 sec.)

Platz 4: Frank Winter, Allersehl, Dastel (15,7 sec.)

Platz 5: Rainer Timm, Berlin, Lotus Super Seven (ausgeschieden)

Punktestand der ProtoChampSeries nach dem ersten Lauf:

Platz 1: Swantje Arzt, 9 Punkte

Platz 2: Gert Pollmann, 6 Punkte

Platz 3: Peter Hanke, 4 Punkte

Platz 4: Frank Winter, 3 Punkte

Platz 5: Rainer Timm, 2 Punkte

RaceChampSeries

Platz 1: Joachim Breckwoldt, Treser TR 1 Race (3,4 sec.)

Platz 2: Axel Gnutzmann, Rumohr, Kadett (3,8 sec.)

Platz 3: Hardy Hensel, NSU 1200 C (5,0 sec.)

Platz 4: Michael Sielaff, Hameln, Mercedes-Benz 190 E 2,6 (5,7 sec.)

Platz 5: Dr. Martin Jastorff, Hamburg, Mini (21,8 sec.)

Punktestand der RaceChampSeries nach dem ersten Lauf:

Platz 1: Joachim Breckwoldt, 9 Punkte

Platz 2: Axel Gnutzmann, 6 Punkte

Platz 3: Hardy Hensel, 4 Punkte

Platz 4: Michael Sielaff, 3 Punkte

Platz 5: Dr. Martin Jastorff, 2 Punkte

SportsChampSeries

Platz 1: Harald Reiners, Hamburg, Alfa Giulietta (1,5 sec.)

Platz 2: Jens Schröder, Halstenbek, Mercedes Benz 200 Heckflosse (3,3 sec.)

Platz 3: Michael Bäcker, Oldenburg, Mercedes (3,3 sec.)

Platz 4: Henner Ruth, Braunschweig, Riley (3,7 sec.)

Platz 5: Erhard Thiede, Sturenborn, Fiat Dino 2400 (5,2 sec.)

Platz 6: Torsten Ewers, Oldenburg, Jaguar E SIII (5,5 sec.)

Platz 7: Dagmar Berghoff, Hamburg, Triumph Spitfire (6,1 sec.)

Platz 8: Katia Grosjean, Braunschweig, Porsche 911 (6,7 sec.)

Platz 9: Günther Renardy, Hildesheim, Ferrari 348 (8,1 sec.)

Platz 10: Heinz-Werner Stelter, Schlagtow, Escort RS 2000 (9,5 sec.)

Punktestand der SportsChampSeries nach dem ersten Lauf:

Platz 1: Harald Reiners, 9 Punkte

Platz 2: Jens Schröder, 6 Punkte

Platz 3: Michael Bäcker, 4 Punkte

Platz 4: Henner Ruth, 3 Punkte

Platz 5: Erhard Thiede, 2 Punkte

Platz 6: Torsten Ewers, 1 Punkt

Platz 7: Dagmar Berghoff

Platz 8: Katia Grosjean

Platz 9: Günther Renardy

Platz 10: Heinz-Werner Stelter