ERSTER LAUF ZUR PROTOCHAMPSERIES



"Historic Challenge Hungriger Wolf" am 28. und 29.Mai 2016



DIE STRECKE


war noch fantastischer als 2015! Der Kurs war im Bereich der Schikanen deutlich
flüssiger gesteckt als ein Jahr zuvor - was die Rennfahrzeuge deutlich weniger
belastete und vor allem den schnellen Prototypen ein flüssiges Fahren ermöglichte.
Dank an unseren Fahrtenleiter Jens Schröder! Toll war auch die Idee, die Fahrzeuge
zur Einfahrt ins Fahrerlager noch einmal vor den Zuschauern "vorbeifahrend
vorzuführen" - was mit vielem Händeklatschen der reichlich erschienenen Besuchern
belohnt wurde! Und überhaupt: Die ganze Veranstaltung hat in ihrer Qualität noch
einmal einen Sprung "nach vorne" gemacht. Nein, das war nicht nur der neu
hinzugekommene Hangar für die Drivers' night und die darin befindliche Klassik-
Ausstellung, das war wieder einmal die so herzliche und begeisternde Art des
Veranstaltungsleiters Anton Schlenger und seiner Frau Almuth mit dem ganzen
ich glaube 50-köpfigen Orga-Team! Wo gibt es das, dass die Streckenposten
den ganzen Tag den Teilnehmern in der Auslaufrunde begeistert zuwinken!
Alles in Allem: der "Hungrige Wolf" ist binnen vier Jahren eigentlich zu "der"
Veranstaltung im Norden geworden!


DER WETTBEWERB

Um es gleich vorweg zu sagen: die Auswertungskriterien der "Classic Motor Days" (so eigentlich der offizielle Name der Veranstaltung "Hungriger Wolf") sind bei dieser Gleichmäßigkeitsprüfung andere als die der ProtoChampSeries. Hier werden wir so gewertet, wie alle anderen Läufe am Hungrigen Wolf auch: Man muß an allen 6 Läufen der Gleichmäßigkeitsprüfung teilgenommen haben, um überhaupt in die Wertung zu kommen - gemäß dem Motto "To finish first you first have to finish". Bei der Wertung zur ProtoChampSeries haben wir eine eigene Zeitnahme mit unserer lieben Sonja und mit Ralf Hetkamp (der mit mir gemeinsam die Historic Challenge "Anneau du Rhin" im September 2017 organisiert) - und bei uns ist man wie immer bereits nach zwei Zeitnahmen in der Wertung. Klar, dass nur unsere Wertung zur Meisterschaft zählt...

Eines ist aber auch bei uns ab 2016 neu: Wir haben nur noch zwei Klassen. Das ist zum einen die Klasse der Prototypen; diese haben keine Altersbeschränkung, müssen aber konstruktiv sich an den Fahrzeugen der tollen 50er-70er Jahre orientieren - das heißt also kein ABS, keine elektronischen Fahrwerke, kein moderner Vierradantrieb, keine moderne Abtriebs-Aerodynamik und der Motorstart darf nur mit Strom und ohne den berühmten historischen Laptop von 1968 gehen...und es darf diesen Prototyp natürlich in dieser Form weltweit nur einmal geben...Sonst ist man nicht in der Wertung.

Und zum anderen starten in der Klasse der Sport- oder Rennsportwagen nur Fahrzeuge, die einen sportiven Grundcharakter haben und grundsätzlich mindestens 35 Jahre alt sind - einzige Ausnahmen sind ähnlich wie bei den Prototypen Fahrzeuge, welche sich konstruktiv ebenfalls an den vergangenen Epochen orientieren, also kein ABS, kein Servo usw...


WER WAR VORN?

Bei den Prototypen war es Michael Sielaff auf seinem Mercedes 190 mit dem irgendwie ganz speziellem Motor, der das Fahrzeug irgendwie raketig macht. Aber das weiss ich jetzt auch: Michael hat seine eigenen technischen "Schwerpunkte": "Ein Lauf wird immer auf der Bremse gewonnen" - in unserer nächsten Ausgabe von Rennsport erfahren wir darüber mehr... Zweiter wurde dieser Gert Pollmann, der Classic Fish "Heritage" lief trotz seiner absoluten prototypenhaftigkeit wie ein Uhrwerk und auch bei nasser Fahrbahn war er Gerts Freund... Und dritte wurde die engagierte Laura Hoffmann auf dem Triumph Spitfire "Ashley", einer Rennsportvariante dieses Fahrzeugtyps für schnelle Rennstrecken.

Und bei den Sport- oder Rennsportwagen: Keiner zieht so unbeirrbar ruhig und konstant seine Kreise wie Harald - und ist damit gemessen an der Leistung des absolut originalgetreuen Fahrzeuges auch noch überraschend flott! Erster Platz für Harald! Und der zweite Platz ging an Martin Müller aus Oldenburg - auch sein BMW 320i hatte einen vollkommen neu aufgebauten Motor...Gratulation! Platz drei: Den hat Axel Gnutzmann mit seinem Super-Kadett - jeder sah, dass das gleichmäßiges Fahren ist...


DAS FAZIT

Schön war es wieder, einfach toll, das Wetter optimal, nicht zu heiß, nicht zu sonnig,
etwas nasse Fahrbahn "driving in the rain separates the boys from the men" und
halt wie immer allerbeste Superstimmung! Ach, was haben wir uns gefreut, dass wir
uns alle nach über einem halben Jahr endlich mal wieder gesehen haben...



Und hier nun die Ergebnisse:



Prototypen

Platz 1: Michael Sielaff, Hameln, Mercedes-Benz 190 E 2,6 (0,06 sec.)

Platz 2: Gert Pollmann, Böhmfeld, Classic Fish (0,14 sec.)

Platz 3: Laura Hoffmann, Lehrte, Spitfire Ashley (1,17 sec.)

Platz 4: Lars Hoffmann, Dreetz, Lotus 61 MX (2,15 sec.)

Platz 5: Peter Hanke, Neumünster, VW-Käfer (2,91 sec.)

Platz 6: Frank Winter, Allersehl, Rex (5,02 sec.)

Georg Hallau, Berlin, Radical LMP (ohne Wertung)

Punktestand der Prototypen nach dem ersten Lauf:

Platz 1: Michael Sielaff, 9 Punkte

Platz 2: Gert Pollmann, 6 Punkte

Platz 3: Laura Hoffmann, 4 Punkte

Platz 4: Lars Hoffmann, 3 Punkte

Platz 5: Peter Hanke, 2 Punkte

Platz 6: Frank Winter, 1 Punkt

Sport- oder Rennsportwagen

Platz 1: Harald Reiners, Hamburg, Alfa Giulietta (0,22 sec.)

Platz 2: Martin Müller, Oldenburg, BMW 320 i (0,23 sec.)

Platz 3: Axel Gnutzmann, Rumohr, Kadett (0,46 sec.)

Platz 4: Heinz-Werner Stelter, Schlagtow, Ford Escort RS 2000 (0,60 sec.)

Platz 5: Hardy Hensel, Kiel, NSU 1200 C (0,78 sec.)

Platz 6: Katia Grosjean, Braunschweig, Porsche 911 T (0,83 sec.)

Platz 7: Dr. Martin Jastorff, Hamburg, MG Typ 13 (1,81 sec.)

Platz 8: Torsten Ewers, Oldenburg, Jaguar E SIII (2,00 sec.)

Platz 9: Leo Schiewek, Garbsen, Ferrari 348 (2,27 sec.)

Platz 10: Henner Ruth, Braunschweig, Riley 27/4 Special (2,72 sec.)

Platz 11: Rainer Timm, Berlin, Lotus Super Seven S 2 (2,84 sec.)

Platz 12: Peter Weitze, Hamburg, Porsche RSR (2,90 sec.)

Platz 13: Heiko Bösling, Hamburg, Sunbeam Tiger (2,94 sec.)

Platz 14: Rolf Vogel, Grönwohld, Fiat Abarth 695 (3,02 sec.)

Platz 15: Günther Renardy, Hildesheim, Ferrari 348 (5,35 sec.)

Jens Schröder, Halstenbek, Mercedes Benz 200 Heckflosse (ohne Wertung)

Ralph Schult, Rumohr, Opel Ascona B (ohne Wertung)

Punktestand der Sport- oder Rennsportwagen nach dem ersten Lauf:

Platz 1: Harald Reiners, 9 Punkte

Platz 2: Martin Müller, 6 Punkte

Platz 3: Axel Gnutzmann, 4 Punkte

Platz 4: Heinz-Werner Stelter, 3 Punkte

Platz 5: Hardy Hensel, 2 Punkte

Platz 6: Katia Grosjean, 1 Punkt