HISTORIC CHALLENGE PFERDSFELD 2018 UM DIE "HARRY READ TROPHY"



am 5.Mai 2018



EINE GANZ NEUE STRECKE!

Ja wo liegt denn Pferdsfeld - nun: wunderschön im Hunsrück in der Nähe von Bad Kreuznach! Eine tolle unkomplizierte aber schnelle Strecke mit sehr viel Flair! Früher war es ein Testgelände von Opel, jetzt gehört es der TRIWO AG und wird üblicherweise an die Automobilindustrie zu Test- und Versuchszwecken vermietet. In letzter Zeit reifte beim äusserst hilfsbereitem Geschäftsführer Herrn Marco Krohn der Gedanke, dort auch einmal im Jahr eine "schöne historische Veranstaltung" abzuhalten. Um es vorweg zu nehmen: die Zusammenarbeit mit ihm war wunderbar, jedwege Vorbereitung klappte wie von alleine.

Und die Strecke: ein Gedicht! Sie hat alles: eine herrliche Kurvenpassage auf und ab, eine lange Gerade (Gesamtlänge der Strecke 4,3 Kilometer) und eine perfekte Infrastruktur. Man stellte uns den gesamten Werkstattbereich zur Verfügung: Strom, Pressluft, Hebebühnen, Besprechungsraum für die Fahrerbesprechung - es war einfach alles da, was man sich so wünscht!

Und das Wetter: noch'n Gedicht: strahlender Sonnenschein ohne jede Wolke, 25 Grad Temperatur...

Die Veranstaltung war detailliert in der lokalen Zeitung angekündigt und so kamen doch etwa 300-500 überraschend fachkundige Zuschauer, was natürlich unseren Caterer freute. Bei solch einem perfekten Ambiente fand dann abends die Siegerfeier auch in der Halle statt - bei bestem Essen unseres nimmermüden Caterers...

WIE LIEF ES DENN SO?

Nun, die Regeln waren dieselben wie immer. Die 18 Teilnehmer fuhren "auf Gleichmässigkeit", dazu hatten sie insgesamt etwa 6 Stunden Zeit. Ein herrliches Bild von unterschiedlichen Fahrzeugen: Triumph TR 4, Porsche 356, 911, 944, 910, McLaren M8 (gleich zweimal!), Lotus Super Seven, Donkervoort, Chevron, Lola, Tiga, Bluefish, Ford GT 40, Mercedes DTM-Prototyp bis hin zum Theodore Formel 1-Rennwagen von 1984 - sie alle fuhren höchstverträglich miteinander. Ein besonderes Augenschmankerl war der extrem seltene Costin-Nathan - mit Holzchassis! Stilecht wurde er von einem unglaublich interessanten Transportgespann ins Fahrerlager transportiert...


WER WAR DER BESTE?

In der Klasse der Prototypen fuhr Harry Schmidt (unter Bewunderung aller, vor allem auch seiner Mutter) auf dem McLaren M8 auf den ersten Platz. Obwohl noch so jung, bewegte er das Fahrzeug (welches früher sein Vater Harry Read fuhr) souverän+ausgeglichen+schnell über den für solch ein Fahrzeug anspruchsvollen Kurs. Zweite wurde Alexa Pollmann auf dem Pollmann Bluefish, Dritter Michael Bischoff auf dem Tiga - mit dem der Hamburger ja förmlich verwachsen ist...

Und in der Klasse der Sport- und Rennsportwagen gewann Waldemar Sendrowski (ja, es ist derjenige, der uns auf diese tolle Strecke aufmerksam machte und uns vermittelte!) vor Jürgen Renardy im schicken und nicht grünen Triumph (und ganz schön flott) und dem Newcomer Andy Bettels auf seinem Donkervoort... Eine besondere Freude war es uns allen, dass Doris Schmidt (die langjährige Lebenspartnerin von Harry Read) Waldemar die "Harry Read Trophy" um die wir in Pferdsfeld fuhren so charmant überreichte.

Aber - wie immer - alle sind eigentlich die Besten...und haben mit dieser beeindruckenden Zusammenstellung von Fahrzeugen die gar nicht mal so wenigen Zuschauer begeistert. Das Grollen der Can-Am-Rennwagen und des GT 40, das Sägen der Zweiliter-Prototypen und das rasante Beschleunigen des Formel-1-Renners mit Georg Hallau im Cockpit, das hatten viele so gar nicht erwartet. Aber auch die "Straßenfahrzeuge" mit Zulassung wurden allesamt bewundert, denn auch sie waren durchaus sportiv unterwegs...zumindest, solange sie keine "Zündaussetzer" (manche nennen es auch Benzinmangel) hatten...

DER CONCOURS D'ELEGANCE

Nach und nach sammelten sich einige Besucher vor dem Tor des TRIWO-Geländes. In der Mittagspause drehten sie vor den Augen der Jurorin Doris Schmidt dreimal ihre Runden - das waren immerhin etwa 13 Kilometer. Doris entschied sich für ein wunderschönes BMW 3,0 CS-Coupe von Michael Schwarz aus Meisenheim "den finde ich am schönsten, aber eigentlich sind die anderen Fahrzeuge genausoschön - sehr schwierig!"

UND ÜBERHAUPT

war es endlich nach der langen Winterpause mal wieder ein tolles Treffen.
Und - davon kann man ausgehen - nächstes Jahr findet diese Veranstaltung
wieder statt! Um den unverkrampften Stil (jeder hat ausreichend Zeit zu fahren...)
beizubehalten, werden wir die Teilnehmerzahl nur leicht erhöhen - aber sicher
den Concours d'Elegance etwas ausbauen...




Und hier nun die Ergebnisse:



Prototypen

Platz 1: Harry Schmidt, Aachen, Mc Laren M 8 C (0,20 sec.)

Platz 2: Alexa Pollmann, Böhmfeld, Bluefish (0,22 sec.)

Platz 3: Dr. Michael Bischoff, Hamburg, TIGA SC 80 (0,23 sec.)

Platz 4: Georg Hallau, Berlin, Theodore F 1 (1,79 sec.)

Platz 5: Dieter Riegl, Hennef, Lola T 294 (2,22 sec.)

Platz 6: Michael Sielaff, Hameln, Mercedes-Benz 190 E 2,6 (2,76 sec.)

Platz 7: Leo Schiewek, Garbsen, Chevron B 16 (2,80 sec.)

Platz 8: Achim Schlafke, Ingolstadt, Mc Laren M 8 F (6,09 sec.)

Platz 9: Michael Große-Aschoff, Odernheim, Ford GT 40 (6,37 sec.)

Platz 10: Bernd Becker, Idar-Oberstein, Porsche 910 (7,87 sec.)

Günter Stellwagen, Heidesheim, Nathan Astra RNR 1: ohne Wertung

Punktestand der Prototypen nach dem ersten Lauf:

Platz 1: Harry Schmidt, 9 Punkte

Platz 2: Alexa Pollmann, 6 Punkte

Platz 3: Dr. Michael Bischoff, 4 Punkte

Platz 4: Georg Hallau, 3 Punkte

Platz 5: Dieter Riegl, 2 Punkte

Platz 6: Michael Sielaff, 1 Punkt

Sport- oder Rennsportwagen

Platz 1: Waldemar Sendrowski, Rüdesheim, Porsche 944 (0,69 sec.)

Platz 2: Jürgen Renardy, Aachen, Triumph TR 4 (1,07 sec.)

Platz 3: Andreas Bettels, Berlin, Donkervoort S 8 AT (1,19 sec.)

Platz 4: Henrik Piepho, Bad Münder, Porsche 356 (1,56 sec.)

Platz 5: Klaus Schaffrath, Hamburg, Porsche (1,57 sec.)

Platz 6: Dr. Michael Hirsch, Buxheim, Lotus Super Seven (1,74 sec.)

Platz 7: Rainer Timm, Berlin, Lotus Super Seven S 2 (2,50 sec.)

Punktestand der Sport- oder Rennsportwagen nach dem ersten Lauf:

Platz 1: Waldemar Sendrowski, 9 Punkte

Platz 2: Jürgen Renardy, 6 Punkte

Platz 3: Andreas Bettels, 4 Punkte

Platz 4: Henrik Piepho, 3 Punkte

Platz 5: Klaus Schaffrath, 2 Punkte

Platz 6: Dr. Michael Hirsch, 1 Punkt