ERSTER LAUF ZUR PROTOCHAMPSERIES


"Historic Challenge Putlos" am 20.Juni 2020


DAS SCHÖNSTE...

... war natürlich, dass wir nach der langen Corona-Pause wieder mal unsere Autos bewegen konnten - wenn auch aus naheliegenden Gründen das schöne gesellschaftliche Drumherum im Hotel Genueser Schiff, was ja gerade dieses Treffen immer so auszeichnet, nicht durchgeführt werden konnte. Und das Autobewegen hat richtig Spaß gemacht, die Strecke war in blitzblankem Zustand (war ja auch erst am Nachmittag zuvor komplett gekehrt worden) und wir hatten mal wieder die allerbeste Unterstützung seitens Herrn Jan Riske der Bundeswehr, der uns die ganze Zeit betreute. Da wurde es uns schon mal so richtig gezeigt: in unserem Fahrerlager stand vollkommen überraschend ein riesiges Zelt mit Sitzplätzen - die so weitläufig waren, dass wir den vorgeschriebenen persönlichen Sicherheitsabstand leicht einhalten konnten. Das Zelt - ich staune noch heute - war so groß, dass alle 17 teilnehmenden Fahrzeuge darin locker Platz gehabt hätten. Das hätte wichtig werden können, denn am Vortag regnete es nur einmal, nämlich durchgehend bis drei Stunden vor Beginn der Challenge...


DER WETTBEWERB...

... wurde wieder genauso wie letztes Jahr durchgeführt. Immer vier Fahrzeuge gingen gleichzeitig auf die Strecke, zunächst wurde der Nordkurs gefahren, dann wieder zurück am Fahrerlager vorbei und weiter ging es zur Westkehre. So war jede Runde mit ca. 15 Kilometern ganz schön lang, man musste sich die Strecke schon gut "merken". Nachdem alle 17 Teilnehmer (die letzte der vier Gruppen umfasste 5 Fahrzeuge) zwei Einführungsrunden zum Kennenlernen der Strecke absolviert hatten, kamen noch sechs weitere "richtige" Runden hinzu: so war die Gesamtfahrstrecke für jeden Teilnehmer doch über 120 Kilometer...das schaffen wir sonst selten. Es wurde aber aus Sicherheitsgründen nicht auf Zeit oder auf Gleichmäßigkeit gefahren - sondern "auf Stil". Uwe Wolters und seine Frau Dagmar vom ADAC Oldenburg in Holstein bewerteten die Pylonendurchfahrten kurz vor der Nordkehre - und Carmen Pretzel mit Bernhard Schütze, ebenfalls vom ADAC Oldenburg, stellten an der Westkehre eine schlaue Frage, nämlich "wie groß ist der Radstand deines Fahrzeuges?". Dies war besonders überraschend - denn es war genau dieselbe Frage des vergangenen Jahres und keiner rechnete damit, dass sie nochmal genauso gestellt werden würde... Und da gab es empfindliche Minuspunkte zu kassieren, jeder Zentimeter Abweichung war ein Minuspunkt...aber einige waren doch gut vorbereitet: gleich vier Teilnehmer konnten die exakt richtige Antwort geben!


DAS ERGEBNIS...

...eine bunte Mischung von Fahrzeugen war am Start: die erstmaligen Teilnehmer Stefan und Julius Frahm (ein Vater-Sohn-Team) kamen in einem wunderschönen Volvo 1800 S "mir gefällt der Schneewittchensarg fast besser" meinte ein Teilnehmer "den haben wir auch", war die prompte Antwort... und Andy Bettels ist nun doch wieder zurück zur Roadster-Gruppe gewechselt: den schnellen Westfield Hayabusa hatte er sich erst 2 Wochen vor Putlos gekauft und am Vortag zugelassen... und Michael Sielaff hat in der langen Pause mithilfe eines neuen Monster-Motors noch "einige PS gefunden" und - logischerweise - größere Bremsen eingebaut "ihr wisst es ja, gewonnen wird auf der Bremse", der altbekannte Hamelner Spruch, der um die Welt geht. Gefreut haben wir uns über Hellmuth und Renate Fricke-Thalmeyer aus Hamburg, die uns in Putlos schon zu den Beginner-Jahren besucht haben in ihrem nicht british-racing-greenen aber himmelblauen Sunbeam-Alpine. Und gar nicht unflott unterwegs war Georg Barton auf dem Pollmann Silver, der sich sichtlich freute (gemeint sind Fahrer UND Auto...). Ganz anders sieht jetzt der MGC von Matthias Baum aus: neue alte Front und neues altes Heck, neue Minilites, breitere Spur, Panhardstab, der gelbe British-Blitz ging richtig gut und brummte sehr zufrieden!

Und wer hat nun gewonnen? Martin Mueller mit Beifahrerin Maya Mueller auf BMW E 30/B3 vor Torsten Ewers auf Jaguar E-Type (zweimal Oldenburg!) vor Matthias Baum: Gratulation! Und die Poloshirts dazu gibt es ein andermal, wenn wir dann hoffentlich wieder feiern dürfen...


Und hier nun die Ergebnisse:


Platz 1: Martin Mueller, BMW E30/B3 (174 Punkte)

Platz 2: Torsten Ewers, Jaguar E-Type (163 Punkte)

Platz 3: Matthias Baum, MGC (162 Punkte)

Platz 4: Martin Jastorff, MGB (153 Punkte)
Harald Reiners, Alfa-Romeo Giulietta (153 Punkte)
Michael Sielaff, Mercedes DTM Prototyp (153 Punkte)

Platz 5: Gert Weiß, VM 77 (150 Punkte)

Platz 6: Jens Schöder, Mercedes 190 Sport (147 Punkte)

Platz 7: Reinhard Timm, Lotus Super Seven S2 (145 Punkte)

Platz 8: Klaus Schaffrath, Porsche 911 SC (143 Punkte)

Platz 9: Stefan und Julius Frahm, Volvo P 1800 S (140 Punkte)

Platz 10: Andreas Bettels, Westfield Hayabusa (135 Punkte)

Platz 11: Simon Dietrich, Porsche 911 (108 Punkte)

Platz 12: Anton Schlenger-Evers, Triumph GT 6 (103 Punkte)

Platz 13: Jürgen Krull, Lotus Cortina (91 Punkte)

Platz 14: Hellmuth Fricke, Sunbeam Alpine (79 Punkte)

Punktestand nach dem ersten Lauf:

Platz 1: Martin Mueller, 9 Punkte

Platz 2: Torsten Ewers, 6 Punkte

Platz 3: Matthias Baum, 4 Punkte

Platz 4: Martin Jastorff, Harald Reiners und Michael Sielaff je 3 Punkte

Platz 7: Gert Weiß, 2 Punkte

Platz 8: Jens Schröder, 1 Punkt