ZWEITER LAUF ZUR PROTOCHAMPSERIES



"Historic Challenge Putlos" am 9.Juni auf dem Truppenübungsplatz Putlos



PUTLOS


Wie üblich reiste Gert Pollmann und sein Team schon am Donnerstag an.
Freitagmorgen: Es regnete aus Kübeln. Einige Teilnehmer waren schon
eingetroffen - man konterte mit einem gemütlichen Frühstück, anschließend
erfolgte die Besichtigung der fast 8 Kilometer langen Strecke - das nun
immerhin schon bei trockenem Wetter. Und während der abschließenden
Unterhaltung mit unserem engagierten Betreuer des Truppenübungsplatzes,
Herrn Franz, da war es dann soweit: massive Sonnenstrahlen kamen durch!

Unser Domizil war diesesmal in Eutin: die alte Straßenmeisterei, wo wir sehr freundlich empfangen wurden und über unseren gesamten Aufenthalt sehr fürsorglich und persönlich betreut wurden. Und auch wichtig: es gab einen riesigen geteerten Parkplatz für uns hinter dem Hotel...

Nachdem wir wieder in Eutin waren, stand eine herrliche Schiffsrundfahrt auf dem Eutiner See an: in diesem Städtchen läßt es sich wirklich vorzüglich leben!

DER VERANSTALTUNGSTAG

Wie in Putlos üblich, hatte die Bundeswehr nicht nur die gesamte Strecke für uns gekehrt, so wie immer fegte sie unter Leitung von Herrn Kommandant Michael Backs auch alle Wolken weg! Strahlender Sonnenschein mit ein paar kleinen landesüblichen Schäfchenwolken, das sah wunderschön aus! So kann es bleiben - und so ist bei Herrn Rübenstahl, der uns von der Bundeswehr in der Vorbereitung sehr unterstützte, auch schon die Historic Challenge Putlos für die nächsten zwei Jahre beantragt...Von unserer Seite noch einmal: Ganz herzlichen Dank an alle - natürlich auch an die Herren der Feuerwehr!

Wir hatten ein herrlich buntes Feld von Fahrzeugen - obwohl wir auf dieser Strecke aus Sicherheitsgründen nicht mit den ganz leistungsstarken Fahrzeugen antreten, war es ein wunderbares und farbenfrohes automobiles Bild: Rennsportwagen, Formelrennwagen, Tourenwagen, Prototypen, alles war dabei!

Dr. Dietrich Merkel brachte seinen Lola Formel Junior MK II mit (schon ein akustischer Leckerbissen, durch entsprechend gekonnte Fahrweise untermalt) und Dirk Rudolf einen der ganz seltenen McNamara Formel 3-Rennwagen mit. Für alle, die sich nicht erinnern: McNamara hat in den späten 60ern sogar mal einen Indianapolis-Rennwagen für Mario Andretti gebaut! McNamara war zwar Amerikaner - aber seine Rennwagenwerkstatt hatte er im bayerischen Lenggries. Gut hierzu passte der Darsel von Frank Winter und natürlich auch der-oder-die (Fachleute diskutieren immer drüber) Lola von Leo Schiewek. Hierüber freuten wir uns besonders, denn Leo war noch am Freitag beruflich sehr eingespannt - aber Samstagmittag bog dann plötzlich doch noch das riesige Wohnmobil zum Fahrerlager ein: das ist Treue! Alexa Pollmann fuhr zum allerersten Mal den SuperSportsRoadster "Fish" in seinem neuen silbernen Kleid: "Etwas schwergängig am Anfang im Vergleich zum Silver oder dem Irmscher 7, aber dann hab ich mich immer mehr daran gewöhnt..." Sensationell das Ergebnis der ProtoChampSeries: Peter Hanke nur auf dem zweiten Platz! Wie lange hat es das nicht mehr gegeben... Verdienter erster wurde Leo Schiewek mit einer Zeitdifferenz von 0,65 Sekunden. Und Frank Winter schaffte trotz mechanischer Probleme "der Motor ist mir verrutscht..." Platz drei.

Bei den RaceChampSeries gab es ein neues Gesicht: Chris Gnutzmann, der Sohn von Axel Gnutzmann - der Sohn gewann auf seinem VW Polo aus dem Jahre 1986 vor seinem Vater in sensationellen 0,04 Sekunden Zeitdifferenz! Schön, dass somit wieder die Jugend zu uns gefunden hat! Und auch der dritte Platz ging an einen Erststarter: Ulf Fornefett brachte es in seinem Ford Escort RS 2000 auf eine Zeitdifferenz von 0,53 Sekunden - Gratulation.

Ein wunderschön buntes Bild zeigte die Klasse der SportsChampSeries: Henner Ruth mit seinem himmelblauen und genauso schnellen Triumph TR 3 brachte es trotz kaum verheilter Rippenbrüche auf Platz drei. Und: Henner war von Braunschweig aus natürlich per Achse angereist! Jens Schröder auf seiner Mercedes-Heckflosse und mit Begleitung lag auf Platz zwei - was nach seinem Sieg in Kyritz ihm die Führung in der Klasse einbrachte. Platz eins ging an Wolfgang Sprogis natürlich auf Alfa - wenn auch nicht auf seinem gewohnten Montreal, der war zwar anwesend, aber nix ganz gesund. Ein Neuzugang war der nicht himmel- sondern gulf-blaue Porsche 911 T von Katia Grosjean, natürlich auch aus Braunschweig, denn das ist seit einigen Monaten die Angetraute von Henner Ruth. Katia ist aber nicht neu in unseren Reihen: Sie gewann vor zwei Jahren in Kyritz gleich bei ersten Erscheinen...

Sensationell natürlich auch das Ergebnis bei der Klasse der ComingClassics: Martin Jastorff, diesmal auf seinem "Ausgangsauto" unserer Bekanntschaft: auf dem wiedererworbenem MG B. Martin war allerdings der einzige Starter in dieser Klasse...

PUTLOS UND DER ABEND

Deutschland spielte das erste Mal bei den Fussball-Europameisterschaften: na,
dachte ich mir, da werden die Plätze abends etwas weniger besetzt sein...
großer Irrtum: es ging bei einem wunderbaren Büffet bis spät in die Nacht bei
oel- und benzingetränkten Geschichten... halt so wie immer!


Und hier nun die Ergebnisse:


ProtoChampSeries

Platz 1: Leo Schiewek , Garbsen, Lola, (0,65 sec.)

Platz 2: Peter Hanke, Neumünster, VW Käfer Spezial (0,71 sec.)

Platz 3: Frank Winter, Allersehl, Darsel (0,99 sec.)

Platz 4: Alexa Pollmann, Berlin, Fish (1,47 sec.)

Platz 5: Dirk Rudolf, Martensrade, MC Namara (2,46 sec.)

Platz 6: Dr. Dietrich Merkel, Braunschweig , Formel Junior MK 2 (4,51 sec.)

Punktestand der ProtoChampSeries nach dem zweiten Lauf:

Platz 1: Peter Hanke, 15 Punkte

Platz 2: Leo Schiewek, 13 Punkte

Platz 3: Alexa Pollmann, 9 Punkte

Platz 4: Frank Winter, 6 Punkte

Platz 5: Bernd Salewsky, 3 Punkte

Platz 6: Dirk Rudolf, 2 Punkte

Platz 7: Harry Read und Dr. Dietrich Merkel, je 1 Punkt

RaceChampSeries

Platz 1: Chris Gnutzmann, Rumohr, VW Polo 86 c (0,04 sec.)

Platz 2: Axel Gnutzmann, Rumohr, Opel Kadett (0,47 sec.)

Platz 3: Ulf Fornefett, Achterwehr, Ford Escort RS 2000 (0,53 sec.)

Platz 4: Wolfgang Schareyka, Rumohr, VW-Käfer (0,63 sec.)

Platz 5: Reinhard Timm, Berlin, Lotus Super Seven S 2 (2,16 sec.)

Platz 6: Jörg Hoffmann, Lehrte, Triumph MK 3 (2,98 sec.)

Punktestand der RaceChampSeries nach dem zweiten Lauf:

Platz 1: Axel Gnutzmann, 15 Punkte

Platz 2: Chris Gnutzmann, 9 Punkte

Platz 3: Rainer Timm, 8 Punkte

Platz 4: Wolfgang Schareyka, 7 Punkte

Platz 5: Ulf Fornefett, 4 Punkte

Platz 6: Heiko Budzynski, 3 Punkte

Platz 7: Heiko Bösling, 2 Punkte

Platz 8: Jörg Hoffmann, 1 Punkt

SportsChampSeries

Platz 1: Dr. Wolfgang Sprogis, Kiel, Alfa Romeo (0,04 sec.)

Platz 2: Jens Schröder, Halstenbek, Mercedes Benz 200 Heckflosse (0,06 sec.)

Platz 3: Henner Ruth, Braunschweig, Triumph (0,25 sec.)

Platz 4: Harald Reiners, Hamburg, Alfa Romeo Giulietta (0,48 sec.)

Platz 5: Oliver-Felix Lützenkirchen, Lübeck, Mercedes Benz R 107 (0,65 sec.)

Platz 6: Günter Renardy, Hildesheim, Ferrari (1,04 sec.)

Platz 7: Katia Grosjean, Braunschweig, Porsche (1,05 sec.)

Punktestand der SportsChampSeries nach dem zweiten Lauf:

Platz 1: Jens Schröder, 15 Punkte

Platz 2: Dr. Wolfgang Sprogis, 9 Punkte

Platz 3: Hellmuth Fricke und Harald Reiners, je 6 Punkte

Platz 5: Günter Renardy, 5 Punkte

Platz 6: Henner Ruth, 4 Punkte

Platz 7: Markus Graf und Oliver-Felix Lützenkirchen, je 2 Punkte

ComingClassics

Platz 1: Dr. Martin Jastorff, Hamburg, MGB (1,07 sec.)

Punktestand der ComingClassics nach dem zweiten Lauf:

Platz 1: Dr. Martin Jastorff, 18 Punkte

Platz 2: Werner Sigge, 6 Punkte