ZWEITER LAUF ZUR PROTOCHAMPSERIES



"Historic Challenge Putlos" am 6.Juli 2013



DAS WETTER


na, da hatten wir richtig Glück! Wie im letzten Jahr! Irgendwie schafft es die
Bundeswehr immer unter der gekonnten Leitung von Kommandant Backs, dass
wir strahlendes Wetter haben... Was natürlich die ganze Organisation gerade
in Putlos sehr vereinfacht, denn hier haben wir keinen Hangar, es bliebe nur die
Möglichkeit des Zeltens... Schade, daß unser geliebter Imbisswagen nicht mehr
da ist, der Kantinier der Bundeswehr hat gewechselt und darauf hin ist der
Imbisswagen zusammengebrochen - kein Scherz... Aber unser Hotel Redderkrug
aus Eutin hatte uns mit Proviant reichlich eingedeckt und um die Mittagszeit kam
dann auch der von Torsten Ewers organisierte Pizzaservice - also einfach alles gut.


DIE STRECKE


gehört natürlich zu unseren schönsten und traditionsreichsten zugleich - bereits
2007 (also ein Jahr vor Gründung der ProtoChampSeries) gab es hier den ersten
Wettbewerb, an welchem auch schon Willi Budzynski, Leo Schiewek, Günter Renardy,
Martin Jastorff und Frank Winter teilnahmen - letzterer war damals sogar der Sieger.


Die Strecke war wieder von Herrn Oberstabsfeldwebel Johnsen hervorragend präpariert.
Noch am Vortag wurden einzelne Passagen gekehrt. Diese herrlichen Kurven durch
die wunderschöne holsteinische Landschaft geführt - einfach herrlich und mit
8 Kilometer Streckenlänge (eine Richtung!) auch sehr anspruchsvoll.


DER WETTBEWERB


war natürlich auch wie immer. Vom Fahrerlager mit seiner geschäftigen und
unterhaltsamen Atmosphäre ausgehend kann der Fahrer wählen: links herum:
viele Kurven und etwas länger, rechts herum: mehr Geraden und doch schon
ganz schön schnell, vor allem in den Kurven sind sämtliche Tempograde dabei.
Einige waren doch sehr auf Sieg motiviert: Peter Hanke (wen wundert es,
natürlich hat er die Klasse der ProtoChampSeries wieder gewonnen) fuhr
beispielsweise nur rechts und kam natürlich so über den ganzen Tag auf eine
Riesenmenge an Zeiten...ich glaub, er will schon gewinnen... Wir denken jetzt
schon ernsthaft an Mäntel bei der PrizeGivingParty: wie sollen wir sonst die
vielen Aufschriften "Champion" "Champion" usw. draufkriegen?

Hingucker war diesmal natürlich ein neuer Teilnehmer aus München, Wolfgang Lange. Er hatte einen perfekten McLaren M1 dabei. Aber nicht einfach nur gekauft - nein: komplett selbst nachgebaut! Und zwar alles nach dem heutigen Stand der Technik - so ist beispielsweise die Karosserie nicht einfach nur abgeformt - nein, sie ist aufgrund von Fotos und Nachmessen an Originalfahrzeugen komplett in CAD konstruiert und gefräst... Da kann man nur sagen: Hut ab! Für dieses Fahrzeug war es auch noch dazu die Jungfernfahrt - "Erst mal sehen, ob alles überhaupt dicht ist", sagte Wolfgang Lange, bevor er sich den Helm aufsetzte. Und - war doch klar - natürlich war alles dicht...

Sehr gefreut hat es uns alle, daß auch Michael Thalacker und sein immer wieder betörender D-Type wieder mit von der Partie war. Übrigens: Das Auto ist nicht schwarz, sondern grün! Der Lohn für die Anreise wie immer auf Achse: der zweite Platz vor Leos schöner Lola! Und ebenso freute es uns alle, daß Dietrich Merkel wieder einmal dabei sein konnte!

Die Gebrüder Müller - übrigens direkte Nachbarn von Torsten Ewers aus Oldenburg - hatten für die RaceChampSeries eigens einen BMW 320 im Rallyetrim vorbereitet - und belegten auf Anhieb den dritten Platz nach Martin Jastorff (er kam zweimal hintereinander mit demselben Fahrzeug!) und Olli Grahmann. Übrigens Olli: stilechter gehts nimmer. Da wird nicht einfach das Auto abgeladen - nein, erst mal wird das Zelt aufgebaut und alfistisch dekoriert - natürlich mit einer erkennbaren Bombenverpflegung. Es gab aber auch etwas zum Feiern für Olli: den neuen Auspuff! Haben Sie noch nicht gehört? Kann nicht sein, der Krach muß bis an die Stadtgrenze von Hamburg (Kiel allemal) gedrungen sein... Komisch auch, daß die Nachricht "Vorsicht Auto" (wurde immer gerufen, wenn ein Fahrzeug von der Strecke kommend ins Fahrerlager einbog) immer schon 5 Minuten zu früh bekanntgegeben wurde...Lohn des Krachs: zweiter Platz für Olli!

Die SportsChampSeries: Jens hat es wieder geschafft, na ne Heckflosse so nah am
Meer, das muß ja eigentlich auch klappen. Und so ist er punktegleich mit Henner Ruth
im zum Poloshirt passendem Auto (beides himmelbau) wieder auf Meisterschaftskurs...
Wobei für Henner der Platz als solches ja gar nicht so zählt. Er war zwei Plätze vor
seiner Ehefrau Katia, das ist wichtig! "Henner, so sieht ein Pokal aus", diese Worte
von Katia nach ihrem zweiten ersten Platz in Anklam werden wir wohl alle nicht
vergessen!


DER ABEND


Na klar, war wieder toll. Bei dieser Belegschaft ist das ja auch gar keine Frage.
Strahlender Sonnenschein im Redderkug mit einem vom 8-jährigen Sohn des
Hauses dekoriertem Pokaltisch und einer speziell für uns gefertigten Speisekarte
und wunderbarer Küche und einer persönlichen Rede der Inhaberin - was will
man mehr. Perfekter Redderkrug-Service und sogar die Parkplätze waren für uns
freigehalten worden. Auch für Leo mit seinem 20-Meter-Häuschen...


Und hier nun die Ergebnisse:


ProtoChampSeries

Platz 1: Peter Hanke, Neumünster, VW Käfer 1302 (0,19 sec.)

Platz 2: Michael Thalacker, Meilsdorf, Jaguar D-Type (2,11 sec.)

Platz 3: Leo Schiewek, Garbsen, Lola MK I (3,23 sec.)

Platz 4: Dr. Dietrich Merkel, Braunschweig, Britannia Formel Junior (3,28 sec.)

Platz 5: Gert Pollmann, Böhmfeld, Supersportsroadster (6,99 sec.)

Punktestand der ProtoChampSeries nach dem zweiten Lauf:

Platz 1: Peter Hanke, 13 Punkte

Platz 2: Matthias Bach, 9 Punkte

Platz 3: Johannes Kellner, Michael Thalacker und Leo Schiewek je 6 Punkte

Platz 6: Alexa Pollmann und Dr. Dietrich Merkel je 3 Punkte

Platz 8: Gert Pollmann, 2 Punkte

RaceChampSeries

Platz 1: Dr. Martin Jastorff, Hamburg, MG B (0,24 sec.)

Platz 2: Olli Grahmann, Osterrönfeld, Alfa Romeo Giulia Nuova Super (0,28 sec.)

Platz 3: Martin/Tom Müller, Oldenburg, BMW 3/1 320 i (0,51 sec.)

Platz 4: Axel Gnutzmann, Rumohr, Opel Kadett (0,62 sec.)

Platz 5: Cris Gnutzmann, Rumohr, VW Polo 86 c (1,34 sec.)

Platz 6: Reinhard Timm, Berlin, Lotus Super Seven S 2 (1,38 sec.)

Platz 7: Wolfgang Schareyka, Rumohr, VW Käfer (2,25 sec.)

Platz 8: Bernd Salewsky, Roetgen, Porsche 911 (4,35 sec.)

Punktestand der RaceChampSeries nach dem zweiten Lauf:

Platz 1: Dr. Martin Jastorff, 18 Punkte

Platz 2: Frank Adomeit und Olli Grahmann je 6 Punkte

Platz 4: Bernd Salewsky, Martin/Tom Müller und Reinhard Timm je 4 Punkte

Platz 7: Axel Gnutzmann, 3 Punkte

Platz 8: Cris Gnutzmann, 2 Punkte

SportsChampSeries

Platz 1: Jens Schröder, Halstenbek, Mercedes Benz 200 Heckflosse (0,24 sec.)

Platz 2: Oliver-Felix Lützenkirchen, Lübeck, Mercedes Benz R 107/350 SL (0,28 sec.)

Platz 3: Henner Ruth, Braunschweig, Triumph TR 3 A (0,63 sec.)

Platz 4: Günter Renardy, Hildesheim, Ferrari (1,10 sec.)

Platz 5: Katia Grosjean, Braunschweig, Triumph (1,44 sec.)

Platz 6: Torsten Ewers, Oldenburg, Jaguar E-Roadster (2,82 sec.)

Platz 7: Dr. Wolfgang Sprogis, Kiel, Alfa Romeo (3,44 sec.)

Platz 8: Harald Reiners, Hamburg, Alfa Romeo Giulietta (4,34 sec.)

Punktestand der SportsChampSeries nach dem zweiten Lauf:

Platz 1: Henner Ruth und Jens Schröder je 13 Punkte

Platz 3: Katia Grosjean, 8 Punkte

Platz 4: Oliver-Felix Lützenkirchen, 6 Punkte

Platz 5: Günter Renardy, 4 Punkte

Platz 6: Dr. Wolfgang Sprogis, 3 Punkte

Platz 7: Klaus-Peter Zimmermann, 2 Punkte

Platz 8: Torsten Ewers, 1 Punkt