Zweiter Lauf zur ProtoChampSeries



"Historic Challenge Putlos"
am 5.Juni auf dem Truppenübungsplatz Putlos



PUTLOS UND DAS WETTER

Unglaubliches Glück: in fast ganz Deutschland regnete es seit Tagen - mit nur ganz wenigen Ausnahmen. Und auch an unserer schönen Ostsee fand der Sommer bislang einfach nicht statt: es war kalt und regnete. Aber zur Historic Challenge Putlos - da war sie wieder, die wunderbare Wetterlücke: Strahlender Sonnenschein, 24 Grad, einfach so, wie man es sich zu solch einer Veranstaltung wünscht...

PUTLOS UND DIE TEILNEHMERZAHL

Soviele waren wir noch nie: 35 Teilnehmer waren gemeldet. Vor allem in den letzten Tagen vor der Veranstaltung - als das Internet immer besseres Wetter prognostizierte - purzelten die Nennungen nur so herein. Und wir wollten natürlich niemanden wieder heimschicken... Das führte natürlich zu längeren Wartezeiten vor der Startlinie. Und es waren diesmal besonders viele "Vielstarter" dabei - so ging die Veranstaltung wirklich bis zur allerletzten Minute um 17.00 Uhr, und immer noch standen Bewerber an der Startlinie. Interessant: 2009 waren nur 6 Teilnehmer weniger - und bereits um 16.00 Uhr waren fast alle Starts vorbei... Nun - in den kommenden Jahren (so wir in Putlos wieder starten dürfen, das muß jedes Jahr aufs Neue beantragt werden und ist immer wieder spannend) wird es dann doch einen echten harten Nennungsschluß geben, mehr als 25 Starter werden dann nicht mehr zugelassen. Und auch das Startprozedere wird sich ein wenig ändern: Alle Fahrzeuge müssen sich an einer Linie aufstellen und werden dann vom Fahrtleiter einzeln zum Start aufgerufen... Nun, auch wir leben von immerwährenden Optimierungen.

PUTLOS UND PUTLOS

Wieder einmal war die Unterstützung vor Ort grandios. Besonderer Dank gilt hier natürlich wieder dem Kommandanten Herrn Backs und Herrn Jens Junkersdorf, der die vielen kleinen bürokratischen Hürden (von deren Intensität sich manch einer gar keine Vorstellung machen kann!) perfekt meisterte und für mich stets ein äußerst angenehmer Ansprechpartner war. Herrn Junkersdorf hat es auch viel Spaß gemacht - wie er mir glaubhaft versicherte. Und wenn die Bilder von Putlos betrachtet werden, kann der Betrachter auch leicht feststellen, dass sich Herr Junkersdorf im Super Sports Roadster - mit welchem er den nördlichen Teil der Strecke befuhr - sichtlich wohlfühlte...

PUTLOS UND DER VORABEND

Es ist ja fast schon die Regel: der erste, der im Fahrerlager erscheint, ist Willi Budzynski! Bis ich Donnerstagabends in Hohwacht im tollen Hotel Genueser Schiff eintraf, na, da hatte Willi schon mehrere Stück Kuchen intus...

Und am Freitagnachmittag - da trafen alle nicht in der Nähe wohnenden Teilnehmer so nach und nach ein, das Bild im Fahrerlager vor dem Genueser Schiff direkt an der schönen blauen Ostsee wurde immer automobil-bunter. "Du, wenn sie morgen weg ist, dann hab ich sie Dir geklaut" informierte Harry Read Martin Jastorff betont sachlich, nachdem er staunend um seine ganz neu erworbene Corvette C3 in originaler Farbe (irgendein Braunton, der Redakteur ist ja rot-grün-schwach...) bewundernd herumschlenderte... Und es stimmt: das Auto paßt sehr zu Martin und seinem Sohn Philipp, welche die Corvette dann immer im Wechsel steuerten. Nun, gemütlich war es wieder am Freitagabend im Bistro - überall gab es schöne Benzingespräche und der harte Teilnehmerkern um Leo Schiewek und Günter Renardy und auch um Hardy Hensel und Olli Grahmann und um Peter Hanke und Peter Barharn und um Markus Klippgen und um Martin Jastorff und um Willi Budzynski und um Reiner Timm (eigentlich Reinhard) und um Norma und Hosi Niemann und Klaus Schaffrath und um Harry Lund aus Dänemark und um und um und um fühlten sich alle in Erwartung eines schönen sonnenreichen Veranstaltungstages bistrowohl.

PUTLOS UND DER VERANSTALTUNSABLAUF

Es war wie immer: wir starteten gleichzeitig auf zwei Streckenabschnitten, um 9.00 Uhr ging es los mit der Streckenbesichtigung, dann die obligatorische Fahrerbesprechung und dann starteten wir pünktlich um 10.00 Uhr mit den Wertungsläufen - wie immer ohne Mittagspause und diesmal durchgehend bis 17.00 Uhr. Wieder einmal unterstützte uns Klaus Kieschke als Fahrtenwart in seiner betont souveränen Art sehr - und auch die übrigen Helfer um Uwe Wolters (Streckensicherung des ADAC) und Zeitnehmer wie Barbara Pollmann, Christian Klawitter und unserem tollen neuen Helfer Kilian Klippgen waren alle wieder da und halfen sehr, einen reibungslosen Veranstaltungsablauf sicherzustellen. Und - auch das muß erwähnt werden - am Nachmittag kam Philipp Brandt mit zwei Erdbeerkörbchen vorbei - ruck-zuck waren sie leer... Aber Philipp brachte auch seine Mutter mit: natürlich gab es eine Testfahrt - sie suchte sich den so vertrauensvoll dreinblickenden Käfer von Peter Hanke aus - und mit ebendiesem Peter Hanke ging Frau Gräfin dann auch auf die Strecke. Na, wir wissen es ja alle, hier war der Erlebniswert bestimmt maximal...

Eine Sensation war natürlich Franz Niedermeier aus Bayern: Er fuhr das allererste Mal den Pollmann Super Sports Roadster "Fish" - und erreichte auf Anhieb drei fast identische Zeiten - das hat in dieser Präzision noch niemand vorher geschafft. Das war natürlich ein sehr eindeutiges Endergebnis in der Klasse der ProtoChampSeries: erster Platz mit einer Zeitdifferenz von lediglich sieben hundertstel Sekunden! An zweiter Stelle - wen wundert es - lag wieder einmal der himmelblaue Wunderkäfer von Peter Hanke gefolgt von der FH Kiel, welche jedoch keine Punkte erhielt. Ein wunderschönes, herrliches Fahrzeug brachte Harry Lund aus Dänemark mit: sein kleiner Auto-Union-Rennwagen war der Liebling aller - eine wunderbare Paarung... Akustisch war natürlich wieder einmal der Formel 5000 von Harry Read aus Aachen das Brumm-Brumm-Donner-Schmankerl schlechthin: der 5-Liter Achtzylinder-Chevy-Motor im Renntrimm brüllt so herrlich...leider hat aber das Brüllen irgendetwas an der Vorderachse gelockert, so dass Harry seinen March Formel 5000 (ein weltweites Unikat übrigens) nach einer Runde wieder abstellen mußte und so nicht in die Wertung kam.

Bei den RaceChampSeries gibt es dieses Jahr wieder einen Wiederholungstäter: er heißt Olli Grahmann und hat nun schon zum zweitenmal hintereinander den ersten Platz geholt - vor dem Erststarter Dirk Scharmukschnis auf einem ganz speziellen Ford Capri mit 260 PS, Turbolader und - man höre und staune - mit Vierradantrieb! Dritter wurde Axel Gnutzmann auf seinem schnellen Opel Kadett - der übrigens auch über mehr als 150 PS verfügt!

Und die SportsChampSeries? Hier war der Sieger unter 17 Anwärtern der Lokalmatador Peter Barharn auf seinem neuerdings blaubefelgtem Alfa GT mit einer sagenhaften Zeitdifferenz von nur vier hundertstel Sekunden - dicht gefolgt von Dr.Wolfgang Sprogis ebenfalls auf Alfa-Romeo (aber dem wunderschönen Montreal) mit 22 hundertstel Sekunden. Und mit einer ebenso hervorragenden Zeit wurde Torsten Ewers aus Oldenburg auf seinem Jaguar E-Type V 12 Dritter - bei ihm blieb die Stoppuhr nach 36 hundertstel Zeitdifferenz stehen...

PUTLOS UND DER ABEND

Nun, es erübrigt sich bei diesem Teilnehmerfeld darauf hinzuweisen, dass es wieder einmal ein sehr gemütlicher Abend war. Abendessen an einem feinen Genueser-Schiff-Buffet mit Blick über die sonnengetränkte Ostsee - das war selbst für die einheimischen Teilnehmer etwas Besonderes - vor allem in diesem bislang so regenreichem Jahr... Um 21.00 Uhr war Siegerehrung, die Pokale wurden überreicht. Eine besondere Freude war es allen Anwesenden, dass die Mutter von unserem wunderbaren Gastronom Philipp Brandt, "die Gräfin" mit anwesend war - sie war extra aus Hamburg angereist! Und eine ebensolche Freude war es uns, dass auch der ehemalige Kommandant Herr Wulff mit Frau Gemahlin uns wieder einmal die Ehre gab! Sehr interessiert wurde zu etwas späterer Stunde dann aber den Worten von Herrn Jens Junkersdorf, dem Leiter des Truppenübungsplatzes Putlos, Gehör geschenkt: Es gab einen sehr bildreichen und fachlich hervorragend formulierten Vortrag über den Truppenübungsplatz Putlos - wir alle interessierten uns ja schon seit Jahren über "unser" Startgelände - doch wir wußten bislang nur sehr wenig darüber. Der Vortrag beinhaltete nicht nur die reinen Bundeswehr-Aktivitäten auf dem Platz, sondern erläuterte auch die Geschichte und die ganze einzigartige Natur auf diesem so schönen Gelände.

Tja, und wo endete der Tag? Natürlich im herrlich charismatischen Bistro des Genueser Schiffes an (be)rauschender Ostsee....

Und hier nun die Ergebnisse:

ProtoChampSeries

Platz 1: Franz Niedermeier, München, Supersportsroadster (0,07 sec.)

Platz 2: Peter Hanke, Neumünster, VW Käfer Spezial (1,26 sec.)

Platz 3: Heiko Budzynski, Eggerode, Alfa Romeo SS (5,12 sec.)

Platz 4: Fachhochschule Kiel, (5,97 sec.)

Platz 5: Harry Lund, (15,72 sec.)

Platz 6: Gert Pollmann, Böhmfeld, Supersportsroadster (44,03 sec.)

Punktestand der ProtoChampSeries nach dem zweiten Lauf:

Platz 1: Peter Hanke, 15 Punkte

Platz 2: Franz Niedermeier, 9 Punkte

Platz 3: Michael Hollmann, 6 Punkte

Platz 4: Heiko Budzynski, 5 Punkte

Platz 5: Frank Winter, 4 Punkte

Platz 6: Christian Wenger-Rosenau, 3 Punkte

Platz 7: Willi Budzynski, 2 Punkte
Harry Lund, 2 Punkte

Platz 9: Gert Pollmann, 2 Punkte

RaceChampSeries

Platz 1: Frank-Oliver Grahmann, Osterrönfeld, Alfa Romeo Giulia Super (0,48 sec.)

Platz 2: Dirk Scharmukschnis, Stellböken, Ford Capri Cosworth Turbo (0,55 sec.)

Platz 3: Axel Gnutzmann, Rumohr, Opel Kadett (0,62 sec.)

Platz 4: Hartwig Hensel, Kiel, NSU 1200 C (1,13 sec.)

Platz 5: Tim Ascheberg, Kiel, Raceyard (1,14 sec.)

Platz 6: Reinhard Timm, Berlin, Lotus Super Seven (3,62 sec.)

Platz 7: Wolfgang Schareyka, Rumohr, VW Käfer (4,53 sec.)

Platz 8: Michael Thalacker, Meilsdorf/Holstein, Morgan Plus 8 (5,47 sec.)

Platz 9: Frank Adomeit, Hamburg, Renault R 5 Turbo (6,78 sec.)

Platz 10: Michael Barharn, Kiel, Lotus Elise (7,51 sec.)

Platz 11: Hossein Niemann, Hamburg, Alfa Romeo Giulia Sprint ( 13,69 sec.)

Platz 12: Robin Stentel, Hamburg, Alfa Romeo Giulia Sprint (16,28 sec.)

Platz 13: Leo Schiewek, Garbsen, Lola MK I (42,40 sec.)

Punktestand der RaceChampSeries nach dem zweiten Lauf:

Platz 1: Frank-Oliver Grahmann, 18 Punkte

Platz 2: Hartwig Hensel, 9 Punkte

Platz 3: Dirk Scharmukschnis, 6 Punkte

Platz 4: Axel Gnutzmann, 6 Punkte

Platz 5: Michael Thalacker, 4 Punkte

Platz 6: Leo Schiewek, 3 Punkte

Platz 7: Rainer Timm, 1 Punkt

SportsChampSeries

Platz 1: Peter Barharn, Kiel, Alfa Romeo GTV (0,04 sec.)

Platz 2: Dr. Wolfgang Sprogis, Kiel, Alfa Romeo Montreal (0,22 sec.)

Platz 3: Torsten Ewers, Oldenburg, Jaguar E-Serie II (0,36 sec.)

Platz 4: Hellmuth Fricke, Hamburg, Sunbeam Alpine V (0,38 sec.)

Platz 5: Robert Frowein, Giekau, Mercedes 280 SL (0,58 sec.)

Platz 6: Klaus-Uwe Schaffrath, Taipei, Alfa Romeo Giulia (0,91 sec.)

Platz 7: Harald Reiners, Hamburg, Alfa Romeo Giulietta (1,47 sec.)

Platz 8: Hans-Jürgen Schnack, Heikendorf, Alfa Romeo Spider (1,68 sec.)

Platz 9: Marcus Klippgen, Hamburg, BMW Alpina (2,19 sec.)

Platz 10: Günter Renardy, Hildesheim, Ferrari 348 (2,28 sec.)

Platz 11: Martin und Philipp Jastorff, Hamburg, Chevrolet Corvette, (2,71 sec.)

Platz 12: Norbert Günther, Preetz, Austin Healey Sprite MK II (2,72 sec.)

Platz 13: Sebastian Schmidt-Isenbeck, Berlin, Porsche 993 ( 3,52 sec.)

Platz 14: Markus Berke, Kiel, Porsche 911/964 (3,53 sec.)

Platz 15: Burkhard Diehl, Preetz, Austin Triumph TR 5 (3,60 sec.)

Platz 16: Norma Niemann, Hamburg, Porsche 911 (4,29 sec.)

Punktestand der SportsChampSeries nach dem zweiten Lauf:

Platz 1: Peter Barharn, 12 Punkte

Platz 2: Katia Grosjean, 9 Punkte

Platz 3: Henner Ruth, 6 Punkte
Dr. Wolfgang Sprogis, 6 Punkte

Platz 5: Torsten Ewers, 6 Punkte

Platz 6: Norma Niemann, 4 Punkte

Platz 7: Hellmuth Fricke, 3 Punkte

Platz 8: Robert Frowein, 2 Punkte

Platz 9: Sebastian Schmidt-Isenbeck, 1 Punkt
Klaus-Uwe Schaffrath, 1 Punkt