Dritter Lauf zur ProtoChampSeries



"Historic Challenge Oehna-Zellendorf"
am 3.Juli auf dem Flugplatz Oehna


OEHNA UND DAS WETTER

Ganz einfach: 35 Grad im Schatten, strahlender Sonnenschein - aber: es ging immer ein kleiner Luftzug und (ganz wichtig!) das Fahrerlager war im Hangar überdacht und angenehm schattig. Das Wetter nachts: 20 Grad - so konnten wir bis 2.00 Uhr im luftigen Hemd draußensitzen - einfach toll, so ist der ProtoChampSeries-Sommer!

OEHNA UND OEHNA

Der ganze Flugplatz hat ein herrliches, in sich geschlossenes Ambiente: ein schöner Rundkurs, der mit einigen Pilonen noch sehr aufgewertet werden konnte. Und direkt daneben das kleine Flughafenrestaurant - Tag und Nacht besetzt, hier gibt es immer was, solange, bis auch der Letzte ins Bett geht... Und die Unterkunft: man wohnt direkt neben der Strecke in kleinen (und erstaunlicherweise recht kühlen!) Bungalows, einhundert Meter vom Restaurant entfernt. Tja, und bei diesen Temperaturen war natürlich der Swimmingpool zwischen den netten Bungalows stark frequentiert...

OEHNA UND DER VERANSTALTUNGSABLAUF

Spannend war es in der Vorphase: es war nicht sicher, ob der Flugplatz die Genehmigung zur Sperrung der Landebahn für unsere Veranstaltung erhält. Aber dank des engagierten Nachfragens und entschlossenen Vorgehens des Flugplatzeigentümers Rudi Hackel kam dann genau eine Woche vor der "Historic Challenge Oehna" die ersehnte Genehmigung - der dritte Lauf zu unserer Meisterschaft konnte starten.

Nach den vielen Teilnehmern in Putlos hatten wir in Oehna nur 10 Starter - aber es war der "harte Kern", der sich untereinander gut kennt und immer ein Stimmungsgarant ist - so natürlich auch in Oehna - meine Güte, was haben wir gelacht... Und auch für den Veranstalter waren wenigere Teilnehmer auch einmal eine gute Abwechslung, so konnte auch dieser einmal "richtig viel Fahren" - wahrscheinlich mehr als 70 Kilometer. Das war aber im Vergleich zu den anderen Teilnehmern fast noch wenig: Günter Renardy beispielsweise fuhr an diesem Tag mehr als 130 Kilometer auf diesem schnellen Rundkurs.

Aufgrund der zu erwartenden hohen Temperaturen haben wir uns am Freitagabend entschlossen, den ersten Lauf bereits von 8.00 -9.00 Uhr zu starten - so konnte jedes Fahrzeug bei noch kühlen Temperaturen viele Runden fahren. Danach ging es erst einmal zum gemütlichen und gemeinsamen Frühstück ins Restaurant - und zwischen 11.00 und 13.00 Uhr war dann der zweite "Stint", wie es in der Motorsportwelt so schön heißt. Schnellster war hier mit großem Abstand der Ultima GTR von Michael Hollmann - sieben Liter Hubraum und 650 PS ermöglichen eine Rundenzeit von 44,75 Sekunden für den 2,4 Kilometer langen Kurs in seiner schnellsten Runde, was einem Schnitt von 193,07 km/h entspricht...

Aber das Tempo ist es ja nicht, auf was es ankommt: die Gleichmäßigkeit entscheidet. Und da hatte bei den SportsChampSeries-Fahrzeugen mit einer Abweichung von der Vorgabezeit von nur 6 hundertstel Sekunden Dr.Wolfgang Sprogis die Alfa-Nase vorne - vor Günter Renardy mit seinen 12 hundertstel Sekunden... Nicht ganz so eng war das Ergebnis bei den RaceChampSeries-Fahrzeugen: Reinhard Timm auf Lotus lag auf Platz eins vor Leo Schiewek. Und bei den ProtoChampSeries-Fahrzeugen gehörte diesmal der Sieg Gert Pollmann mit einer Abweichung von 9 hundertstel Sekunden vor Willi Budzynski auf Alfa und vor Peter Hanke auf Porsche. Wobei nach Aussage des Siegers daran aber eindeutig der SuperSportsRoadster und weniger der Fahrer schuld war: in der entscheidenden Runde half ein etwas bremsender Motoraussetzer an die Vorgabezeit heranzukommen.

Kleine Anmerkung am Rande: Irgendwann-schlag-ich-ihn-Günter Renardy und sein Freund Leo Schiewek belegten beide in ihren jeweiligen Klassen Platz 2 - Leo war aber mit einer Zeit von 0:57:13 etwas schneller als Günter mit 1:03:12...

OEHNA UND DER ABEND

Da gab es noch eine ganz besondere Sensation: unser Dauerteilnehmer und Freund Sebastian Schmidt-Isenbeck gab zusammen mit einem Fliegerkameraden eine sensationelle Kunstflugeinlage - unglaublich, welche Figuren mit Hilfe einer "Rauchmaschine" an den Himmel gezaubert wurden, diese Einlage trägt die Bezeichnung "Kunstflug" wirklich zu Recht! Aber damit nicht genug: Nach dem Abendessen stieg Sebastian in ein Sportflugzeug aus dem Jahre 1952 (bärenstarker Jahrgang, da sind sich Reinhard Timm und Gert Pollmann absolut einig) um - und jetzt konnte jeder Teilnehmer, der Lust hatte, noch einige Runden in der herrlichen Abendsonne mit einem der besten Piloten Deutschlands drehen...

Tja, der Rest erübrigt sich in der Berichterstattung schon fast: bis tief in die Nacht hinein konnten wir fröhlich lachend im Freien sitzend uns unsere lustigen Geschichten erzählen...

Fazit: Schön war es wieder mal!

Hier nun die Ergebnisse:

ProtoChampSeries

Platz 1: Gert Pollmann, Böhmfeld, SuperSportsRoadster (0,09 sec.)

Platz 2: Willi Budzynski, Eggerode, Alfa-Romeo SS (0,19 sec.)

Platz 3: Peter Hanke, Neumünster, Porsche 993 (0,50 sec.)

Platz 4: Michael Hollmann, Berlin, Ultima GTR (1,61 sec.)

Punktestand der ProtoChampSeries nach dem 3.Lauf:

Platz 1: Peter Hanke, 19 Punkte

Platz 2: Gert Pollmann, 11 Punkte

Platz 3: Franz Niedermeier und Michael Hollmann, je 9 Punkte

Platz 5: Willi Budzynski, 8 Punkte

Platz 6: Heiko Budzynski, 5 Punkte

Platz 7: Frank Winter, 4 Punkte

Platz 8: Christian Wenger-Rosenau, 3 Punkte

Platz 9: Harry Lund, 2 Punkte

RaceChampSeries

Platz 1: Reinhard Timm, Berlin, Lotus Super Seven (0,37 sec.)

Platz 2: Leo Schiewek, Garbsen, Lola MK I (0,43 sec.)

Punktestand der RaceChampSeries nach dem dritten Lauf:

Platz 1: Frank-Oliver Grahmann, 18 Punkte

Platz 2: Reinhard Timm, 10 Punkte

Platz 3: Leo Schiewek und Hardy Hensel, je 9 Punkte

Platz 5: Dirk Scharmukschnis und Axel Gnutzmann, je 6 Punkte

Platz 7: Michael Thalacker, 4 Punkte

SportsChampSeries

Platz 1: Dr.Wolfgang Sprogis, Kiel, Alfa-Romeo Montreal (0,06 sec.)

Platz 2: Günter Renardy, Hildesheim, Ferrari 348 (0,12 sec.)

Platz 3: Sebastian Schmidt-Isenbeck, Porsche 993 (0,15 sec.)

Platz 4: Peter Barharn, Kiel, Alfa-Romeo Alfetta GTO (0,44 sec.)

Punktestand der SportsChampSeries nach dem dritten Lauf:

Platz 1: Peter Barharn und Dr.Wolfgang Sprogis, je 15 Punkte

Platz 3: Katja Grosjean, 9 Punkte

Platz 4: Günter Renardy, Henner Ruth und Torsten Ewers, je 6 Punkte

Platz 7: Sebastian Schmidt-Isenbeck, 5 Punkte

Platz 8: Norma Niemann, 4 Punkte

Platz 9: Hellmuth Fricke, 3 Punkte

Platz 10: Robert Frowein, 2 Punkte

Platz 11: Klaus-Uwe Schaffrath, 1 Punkt