DRITTER LAUF ZUR PROTOCHAMPSERIES



"Historic Challenge Oehna-Zellendorf" am 24.September 2011 auf dem Flugplatz Oehna-Zellendorf



...na, das Wetter!

Verregnet war er, der ganze Sommer! Woran lag es? Wohl daran, dass wir in den Sommermonaten Juli und August eine kleine Pause bei den ProtoChampSeries eingelegt hatten! Genau am Herbstanfang brummten aber wieder die Motoren - und somit war strahlender Sonnenschein bei bis zu 25 Grad angesagt! Dieses Wetter passte natürlich zu dem wunderhübschen Flugplatz Oehna-Zellendorf bestens. Hier ist alles beieinander, was man so braucht: ein schöner Flugplatz-Rundkurs von etwa zwei Kilometern Länge, ein gemütliches Lokal direkt an Start und Ziel, gleich daneben Bungalows zum Übernachten und ein alarmgesichertes Fahrerlager in einem Hangar...so verstand es sich von selbst, dass die Stimmung der fünfzehn Teams mal wieder bestens war - was die Fotos ja eindrucksvoll belegen...

OEHNA UND DIE TEILNEHMER

Es war eine tolle Mischung aus Fahrzeugen angereist: die beiden so sauber gestalteten Vertreter aus der herrlichen Zeit der Sportprototypen der späten 60er-Jahre (der Chevron von Leo Schiewek und der Rex von Frank Winter), der so klar und unkompliziert gezeichnete Formelrennwagen der späten 50er Jahre (die Lola von Dietrich Merkel) und der wilde BigBanger-Indy-Frontmotor-Rennwagen (der Hildegas von Willi Budzynski) sowie der Silver'73 (Alexa Pollmann) trafen auf so interessante Kontrapunkte wie den aktuellen Porsche Turbo (Günter Renardy) und den Wiesmann-Roadster (Werner Sigge) und last not least den nun versilberten SuperSportsRoadster (Gert Pollmann). Sehr gut zu diesem optisch spannenden Starterfeld passte als idealer Vertreter der neuen Klasse der ProtoChampSeries, den sogenannten "Coming Classics", der letzte jemals gebaute schwarze BMW Z3 (Martin Rehkate, erster Vorsitzender des BMW Z3-Clubs von Deutschland), welcher in perfekter Optik erscheinend während dieser Veranstaltung die "achtzigtausend" im Kombiinstrument vollmachte... Wieder einmal waren der unglaublich schnelle Lotus Super 7 (Reinhard Timm), der blaue Wunderkäfer (Peter Hanke), der Pininfarina Spider (Olli Grahmann) und der Alfa 1750 (Peter Barharn) dann die treuen Augenschmankerln, die immer am Start sind und zeigen, wie "damals" die sportiven Straßensportwagen sein mußten, um heute eine Legende zu sein - genauso wie es die beiden Porsche 911 (natürlich noch luftgekühlt von Sebastian Schmidt-Isenbeck und Martin Jastorff) wohl in Bälde sein werden...

OEHNA UND DIE WETTBEWERBE

Klar, es geht natürlich schon "um was" - in nunmehr vier Klassen wird eine Gleichmäßigkeitsprüfung ausgetragen. Und auf einem so sicheren Kurs wie in Oehna kann sich jeder Teilnehmer selbst zurechtlegen, wie "er gewinnen könnte": man kann schnell fahren - oder auch nur flott und präzise immer dieselbe Linie auf den gepflegten Asphalt zaubern. Wie exakt alle Teilnehmer jedoch unterwegs waren, zeigt die Tatsache, dass kein einziger mehr als eine Sekunde Zeitdifferenz herausfuhr! Nun, dies lag sicherlich auch daran, dass unglaublich viele Runden gedreht wurden, fast alle Teilnehmer kamen in den zur Verfügung stehenden vier Wettbewerbsstunden auf eine Fahrleistung von über 100 gefahrenen Kilometern - und manche (Günter Renardy mit 139 Kilometern) lagen sogar noch deutlich darüber. Aber tückisch ist es trotzdem: der Dauersieger Peter Hanke hatte sich eine dann etwas komplizierte Vorgaberunde ausgesucht (es waren zu diesem Zeitpunkt sehr viele auch langsamere Teilnehmer auf der Strecke), was ihm sein erprobtes Siegermittel "immer so schnell wie möglich" zunichtemachte: so war es diesmal "nur" der fünfte Platz bei der Klasse der ProtoChampSeries...Glückstreffersieger wurde Gert Pollmann auf seinem SuperSportsRoadster.

Eine Runde FernetBranca für alle am Abend kostete jedoch Martin Jastorff sein Sieg in der Klasse der SportsChampSeries: die Zeitdifferenz war genau Null... Unvorsichtigerweise hatte Martin irgendwann einmal gesagt "Wenn mir das gelingt, geb ich ne Runde für alle aus" - und das hat sich irgendjemand doch gemerkt...

Olli Grahmann bekam sein rotes Poloshirt "ProtoChampSeries Champion" als Gewinner der Saison 2010 überreicht. Und er konnte es gleich abends anziehen: Er war wieder der Sieger in der Klasse der RaceChampSeries. Er fuhr aber auch engagiert...

Ein toller Einstieg war aber auch der Sieg in der neuen Klasse der "Coming Classics": die Begeisterung von Martin Rehkate stieg mit dem Sieg in dieser Klasse deutlich sichtbar...

OEHNA UND DER KUNSTFLUG

Kaum waren die motorsportlichen Prüfungen zu Ende, kam sofort der nächste Programmhöhepunkt: unser Freund Sebastian Schmidt-Isenbeck und sein Flugkamerad Ulli Pade zeigten mit ihren Kunstfliegern (350 PS, Gewicht 650 Kg) Dinge am Himmel, welche in ihrer Flugpräzision nicht zu überbieten sind. Wir standen alle staunend da und starrten in den Himmel und glaubten fast nicht, was wir da sahen... Die so oft gestellte Frage "wie viel G's müssen die aushalten" wurde abends von Sebastian beantwortet: "bis zu zehn, etwas üben muss man da schon..."

OEHNA UND DER ABEND

Eine schöne gemütliche Feier aller etwa 30 Personen im Flugplatz Restaurant "Stolpervogel" bei allerbestem Essen ("Wer braucht eigentlich mehr als so etwas" - so Olli Grahmann) rundete das ganze Großereignis bei wunderbaren Geschichten rund um den Motorsport dann ab. Die Pokale wurden von Herrn Karl Hackel und die dazugehörigen Zeugnisse von Gert Pollmann mit einigen Erläuterungen überreicht. Und auch Willi Budzynski erklärte uns glaubhaft, dass er früher sehr sportlich gewesen sei; als Beispiel zählte er auf: "Seitensprünge..."


Und hier nun die Ergebnisse:


ProtoChampSeries

Platz 1: Gert Pollmann, Böhmfeld, SuperSportsRoadster (0,05 sec.)

Platz 2: Willi Budzynski, Billerbeck, Hildegas (0,31 sec.)

Platz 3: Frank Winter, Allersehl, Rex (0,37 sec.)

Platz 4: Leo Schiewek , Garbsen, Chevron B 16 (0,38 sec.)

Platz 5: Peter Hanke, Neumünster, VW Käfer Spezial (0,40 sec.)

Platz 6: Alexa Pollmann, Berlin, Silver´73 (0,69 sec.)

Platz 7: Dr. Dietrich Merkel, Braunschweig, Lola MK2 Formel Junior (0,84 sec.)

Punktestand der ProtoChampSeries nach dem dritten Lauf:

Platz 1: Peter Hanke, 20 Punkte

Platz 2: Willi Budzynski, 16 Punkte

Platz 3: Gert Pollmann, 14 Punkte

Platz 4: Frank Winter, 13 Punkte

Platz 5: Leo Schiewek, 5 Punkte

Platz 6: Dr. Dietrich Merkel, 4 Punkte

Platz 7: Uwe Beckbye und Alexa Pollmann, je 1 Punkt

RaceChampSeries

Platz 1: Frank-Oliver Grahmann, Osterrönfeld, Pininfarina (0,16 sec.)

Platz 2: Reinhard Timm, Berlin, Lotus Super Seven S 2 (0,28 sec.)

Punktestand der RaceChampSeries nach dem dritten Lauf:

Platz 1: Reinhard Timm, 17 Punkte

Platz 2: Wolfgang Schareyka und Frank-Oliver Grahmann, je 9 Punkte

Platz 4: Axel Gnutzmann, 8 Punkte

Platz 5: Heiko Bösling und Mario Dupke, je 6 Punkte

Platz 7: Klaus Schaffrath, 3 Punkte

Platz 8: Otto-Michael Thalacker, 1 Punkt

SportsChampSeries

Platz 1: Dr. Martin Jastorff, Hamburg, Porsche 911 (0,00 sec.)

Platz 2: Günter Renardy, Hildesheim, Porsche Turbo (0,04 sec.)

Platz 3: Peter Barharn, Kiel, Alfa Romeo Alfetta GTV (0,50 sec.)

Platz 4: Sebastian Schmidt-Isenbeck, Berlin, Porsche 911 (0,69 sec.)

Punktestand der SportsChampSeries nach dem dritten Lauf:

Platz 1: Dr. Martin Jastorff, 15 Punkte

Platz 2: Günter Renardy, 12 Punkte

Platz 3: Harald Reiners, 10 Punkte

Platz 4: Torsten Ewers, 9 Punkte

Platz 5: Philipp Jastorff und Peter Barharn, je 6 Punkte

Platz 7: Klaus Kieschke, 4 Punkte

Platz 8: Dr. Wolfgang Sprogis, Marcus Klippgen, Sebastian Schmidt-Isenbeck, je 3 Punkte

ComingClassics

Platz 1: Martin Rehkate, München, BMW Z3 Roadster (0,37 sec.)

Platz 2: Werner Sigge, Berlin, Wiesmann (0,75 sec.)

Punktestand der ComingClassics nach dem dritten Lauf:

Platz 1: Martin Rehkate, 9 Punkte

Platz 2: Werner Sigge, 6 Punkte