VIERTER LAUF ZUR PROTOCHAMPSERIES



"Historic Challenge Anklam"


am 25.September auf dem Anklam Speedway



ANKLAM UND DAS WETTER

Na, da hatten wir ja so richtig Glück - und das nun schon zum vierten Male hintereinander! Alle Läufe zur ProtoChampSeries fanden dieses Jahr bei schönem Wetter statt - und das ist doch bei dem schlechten Jahreswetter wirklich eine Leistung...Also: schon die Anreise fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Am Freitag vor dem Wettbewerb waren es fast 27 Grad - so richtig zum Wohlfühlen, als wir probeweise schon einmal den Kurs absteckten und unsere Renner probefuhren... Samstagmorgen: erst mal dichter Nebel - aber der war schon fast weg, als wir ab etwa 8.00 Uhr mit unseren Testläufen begannen. In der übrigen Bundesrepublik: fast nur kräftiger Regen. Zwei Kilometer südlich vom Anklam Speedway: Regen. Auf Usedom: Regen. In Greifswald: Regen. Nur bei uns: Trockenheit bis 17.30 Uhr, da waren alle Fahrzeuge bereits verladen...

ANKLAM UND DER VORABEND

Wieder waren wir im Hotel Pommernland alle super untergebracht. Die Familie Gühlke kannte uns bereits aus dem Vorjahr - und wussten, das der Abend nicht um 21.00 Uhr zu Ende ist. Einer fehlte aber: Unser Stimmungskontrolleur Herr Lange (der allerdings am Donnerstagabend schon mit uns gemütlich fachsimpelte) von der Hansestadt Anklam war aus privaten Gründen verhindert - aber wir meisterten den Abend auch so ganz prächtig...

ANKLAM UND DER SAMSTAG

Wie immer: erst mal gemeinsames Frühstück. Und pünktlich um 9.00 Uhr waren fast alle Teilnehmer am Raceway, die Fahrerbesprechung mit Streckenbesichtigung stand an. Es gab einige organisatorische Änderungen: Die Wendeschleife vor dem Hangar war deutlich in Richtung Hangar gezogen, um den Zuschauern eine längere Vorbeifahrt zu zeigen. Aber die bekannte Wende (von der einige Teilnehmer später auch wieder Gebrauch machten) konnte wahlweise auch gefahren werden. Und die Fahrzeugaufstellung war nicht im oder vor dem Hangar, sondern sehr zuschauerfreundlich am Zaun, hier wurden alle startenden Fahrzeuge schön aufgereiht aufgestellt - so konnten sie nach Aufruf auch sehr schnell zum Start rollen und es gab kein "Schlangestehen", so wird es künftig auch bei anderen Veranstaltungen durchgeführt werden.

Nach Kyritz kam diesesmal auch wieder Frank Winter mit seinem wunderschönen REX-Prototyp - eine wirkliche Bereicherung unserer Serie, was vor allem auch Leo Schiewek mit seinem immer wieder beeindruckenden Chevron freut - so hat er wieder einen tempo- und leistungsgerechten "Passer", nachdem Harry Read wohl mit seinem Big Banger und seinem etwas lädierten Rücken doch noch einige Zeit ausfallen wird.

Ein weiteres Highlight war natürlich wieder einmal Michael Thalackers wunderschöner Jaguar D-Type, welcher meist vom nicht minder schön klingenden E-Type von Torsten Ewers begleitet wurde - das mit dem Klang ist allerdings kein Wunder, denn den 12-Zylindermotor von Torsten hat auch Michael "gemacht".

Und auch die Kieler "Fraktion" war wieder vollständig angetreten: Hardy Hensel muß man nicht erwähnen, seinen NSU 1200 hat nun wirklich jeder gehört, den blauen Kugelblitz von Peter Hanke sah man (fast) immer auf der Strecke "Ich hab heut mal 102 Oktan getankt", Peter Barharns Alfa (gut zu erkennen an den seeblauen Rädern, das drückt sicher die Freundschaft zu Peter Hanke aus), Wolfgang Sprogis' Alfa Montreal mit tollem 8-Zylinder-Sound und Olli Grahmanns Pininfarina, der immer noch den Ersatz zu seinem etwas verknüschelten Abarth darstellt. Und auch Axel Gnutzmann auf seinem sehr schnellen Opel Kadett war wieder da, begleitet von Wolfgang Schareyka mit seinem Ersatz-Käfer (sein richtiger hatte nen Motorschaden beim Stadtpark-Revival) - nur würde den Redakteur einmal interessieren, wie hier die Definition für "eine Pferdestärke" eigentlich lautet - aber vielleicht ist dieser Käfer doch irgendwie mit Peter Hankes Käfer verwandt...

Martin Jastorffs tolle Corvette war krank (Schnupfen an Getriebe und Motor), er startete auf dem Fish und hatte Spaß dran - vielleicht legt er sich ja mal so ein Ding zu, das fänd Gert Pollmann ganz toll... Die weiteste Anreise - er kam tatsächlich aus Taipeh hergeflogen - hatte natürlich Klaus Schaffrath - er pilotierte einen Porsche 911 SC in dem Fahrzeug wirklich am besten stehenden "grand-prix-weiß", dem weißesten aller Weiß auf der ganzen Autowelt... Aber auch eine schon relativ moderne Interpretation des Porsche 911 war wieder am Start: Sebastian Schmidt-Isenbeck, dem unglaublichen Kunstflieger aus Oehna-Zellendorf, von dessen Flugshow noch heute alle sprechen.

Ein Damenteam gab es auch: Alexa Pollmann wollte es sich nicht nehmen lassen, wenigstens am letzten Lauf zur ProtoChampSeries in 2010 teilzunehmen - nachdem das umfangreiche Studium ihr die ersten drei Termine mit Prüfungen und Ähnlichem unmöglich machte. Sie startete im Wechsel mit Conny Marx aus Berlin (Erstlingstäter!) auf ihrem Silver'73 - und den beiden jungen Damen machte dies sichtlich Spaß und der Silver lief nach der Einstellungskur beim NSU-Motorenspezialisten Hardy Hensel so gut wie noch nie!

Aus Hamburg kam natürlich auch der Vorjahressieger der SportsChampSeries aus Anklam, Harald Reiners in seiner wohlgeformten Alfa-Romeo Giulietta und unsere stets fröhliche Norma Niemann auf ihrem nun auch schon sehr bekannten Porsche 911 Carrera in Rennausführung mit etwa 250 PS unter der Heckklappe. Einer der schnellsten Fahrzeuge war wieder der Ferrari von Günter Renardy, der blitzrotschnell immer dann seine Kreise zog, wenn Günter nicht Leo oder Frank bei ihren Rennern helfen mußte...

Gefreut hat uns natürlich auch die Teilnahme von Heinz-Werner Stelter nebst Gemahlin, welche mal wieder das einzige Motorradgespann waren: Die MZ ES 250 zog wie im letzten Jahr zuverlässig ihre Runden auf dem Anklam Speedway. Zur Überraschung aller Teilnehmer traf am Nachmittag dann noch ein schöner Volvo S 1800 ein - das war der Schwiegersohn vom Flugplatzleiter Probst, der aufgrund der in Anklam gesammelten Erfahrungen nun bis zum nächsten Jahr seinen roten Sportwagen noch etwas überarbeiten möchte...

Sehr vermisst haben wir natürlich unsere Freunde Willi & Heiko Budzynski (Umzug), Marcus Klippgen, Reiner Timm (Urlaub auf den Bahamas, ehrlich!) und Harry Read mit Doris Schmidt - aber alle haben versprochen, das nächste Mal wieder voll dabeizusein.

ANKLAM UND DIE SIEGER

Das war natürlich megaspannend: die SportsChampSeries-Teilnehmer Peter Barharn und Wolfgang Sprogis kamen punktegleich in der Tabelle in Führung liegend nach Anklam angereist - hier mußte es sich entscheiden, wer den Titel 2010 gewinnen wird. Und das wurde natürlich erst bei der Siegerehrung bekanntgegeben: Wolfgang Sprogis schaffte Platz 4, Peter Barharn fuhr wohl zu schnell und so verfehlte er seine Vorgabezeit etwas - und dies bedeutete dann doch den Sieg für Wolfgang Sprogis auf Alfa-Romeo Montreal - Gratulation!

Das war natürlich gar nicht spannend: der wie ein Uhrwerk fahrende Peter Hanke mußte sich bei der Historic Challenge Anklam nur Frank Winter geschlagen geben - und so gewann er locker die Meisterschaft der ProtoChampSeries mit 11 Punkten Vorsprung.

Und das war natürlich gähnend langweilig: bei den RaceChampSeries gewann nun schon zum dritten Male in diesem Jahr Olli Grahmann - nachdem er in Oehna-Zellendorf fehlte, bedeutete dies fast volle Punktezahl, er gewann jeden Wettbewerb, an dem er dieses Jahr teilnahm vor Leo Schiewek, dem Titelgewinner aus 2009.

ANKLAM UND DER SAMSTAGABEND

Die Siegerfeier fand im Hotel Pommernland statt - wunderbares Essen, herrliche Gemütlichkeit bis morgens um 3.00 Uhr, wunderbare Gespräche, herrliche Geschichten rund um den Motorsport, alles gut! Und von der Hansestadt Anklam gab es wieder zwei zusätzliche Pokale: Herr Lange von der Wirtschaftsförderung überreichte den Tempopokal an Leo Schiewek unter tosendem Applaus - und Leo hatte sogar das richtige Poloshirt an: das grüne Champion-Hemd für die gewonnene Meisterschaft 2009! Den Pokal des Gesamtsiegers der Gleichmäßigkeitsprüfung "Historic Challenge Anklam" bekam Frank Winter - seine Differenzzeit betrug lediglich 13 hundertstel Sekunden - Gratulation an Frank und seinen Rex!

ANKLAM UND DIE UNTERSTÜTZUNG

Wieder einmal konnten wir die schon sehr liebgewonnene tolle Unterstützung in Anklam für unsere Historic Challenge überall spüren - vor allem aber auf dem Flugplatz selbst. Herr Probst, der Leiter des Flugplatzes, war - obwohl er eigentlich frei gehabt hätte - die ganze Zeit anwesend und unterstützte uns wo es nur ging. Ein herzliches Dankeschön geht natürlich auch wieder an den Anklam-Tower - die Zusammenarbeit war wieder einmal einmalig unkompliziert - dass es sowas heut noch gibt! Und auch Herr Lange von der Hansestadt Anklam hat uns wieder in allen organisatorischen Angelegenheiten - die oftmals viel größer sind als man allgemeinhin annimmt - perfekt geholfen. Und Herr Lange hat auch eine Tochter - sie macht derzeit gerade ihr Abitur und trat mit einer ganzen Reihe von Mitschülern an, um uns und die Gäste praktisch den ganzen Tag mit Brötchen, Schnittchen, Salaten, Würstchen, Kuchen, Kaffee, Säften, Nachspeisen und vielem anderen ununterbrochen zu verköstigen - ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle nocheinmal!

ANKLAM UND WAS DANN?

Auch das ist schon geregelt: Am 10.Dezember treffen wir uns alle an bekannter Stelle bei bekanntem Essen in Hamburg zum ProtoChampSeries2010PriceGiving!

Hier nun die Ergebnisse:

ProtoChampSeries

Platz 1: Frank Winter, Dedelstorf, Rex (0,13 sec.)

Platz 2: Peter Hanke, Neumünster, VW-Käfer (0,24 sec.)

Platz 3: Dr. Martin Jastorff, Hamburg, Heritage 09 (0,47 sec.)

Platz 4: Gert Pollmann, Böhmfeld, Heritage 09 (0,60 sec.)

Platz 5: Alexa Pollmann, Böhmfeld, Pollmann´73 (1,03 sec.)

Platz 6: Cornelia Marx, Berlin, Pollmann´73 (2,28 sec.)

Punktestand der ProtoChampSeries nach dem 4. Lauf:

Platz 1: Peter Hanke, 25 Punkte

Platz 2: Gert Pollmann, 14 Punkte

Platz 3: Frank Winter, 13 Punkte

Platz 4: Franz Niedermeier und Michael Hollmann, je 9 Punkte

Platz 6: Willi Budzynski, 8 Punkte

Platz 7: Heiko Budzynski, 5 Punkte

Platz 8: Dr. Martin Jastorff, 4 Punkte

Platz 9: Christian Wenger-Rosenau, 3 Punkte

Platz 10: Harry Lund und Alexa Pollmann, je 2 Punkte

Platz 12: Cornelia Marx, 1 Punkt

RaceChampSeries

Platz 1: Frank-Oliver Grahmann, Osterrönfeld, Pininfarina (0,22 sec.)

Platz 2: Axel Gnutzmann, Rumohr, Opel Kadett (0,32 sec.)

Platz 3: Leo Schiewek, Garbsen, Chevron (0,40 sec.)

Platz 4: Hardy Hensel, Kiel, NSU (0,63 sec.)

Platz 5: Wolfgang Schareyka, Rumohr, VW-Käfer (6,23 sec.)

Platz 6: Otto-Michael Thalacker, Siek, Jaguar D-Type (6,54 sec.)

Punktestand der RaceChampSeries nach dem 4. Lauf:

Platz 1: Frank-Oliver Grahmann, 27 Punkte

Platz 2: Leo Schiewek, 13 Punkte

Platz 3: Hardy Hensel und Axel Gnutzmann, je 12 Punkte

Platz 5: Reinhard Timm, 10 Punkte

Platz 6: Dirk Scharmukschnis, 6 Punkte

Platz 7: Michael Thalacker, 5 Punkte

Platz 8: Wolfgang Schareyka, 2 Punkte

SportsChampSeries

Platz 1: Harald Reiners, Hamburg, Alfa Romeo Giulietta (0,25 sec.)

Platz 2: Sebastian Schmidt-Isenbeck, Porsche 993 (0,36 sec.)

Platz 3: Klaus-Uwe Schaffrath, Lübeck, Porsche 911 SC (0,37 sec.)

Platz 4: Dr.Wolfgang Sprogis, Kiel, Alfa-Romeo Montreal (0,41 sec.)

Platz 5: Günter Renardy, Hildesheim, Ferrari 348 (0,56 sec.)

Platz 6: Norma Niemann, Hamburg, Porsche 911 (0,79 sec.)

Platz 7: Torsten Ewers, Oldenburg, Jaguar E roadster (3,25 sec.)

Platz 8: Peter Barharn, Kiel, Alfa-Romeo Alfetta GTO (5,01 sec.)

Platz 9: Heinz-Werner Stelter, Schlagtow, Motorrad MZ ES 250/2 (11,65 sec.)

Punktestand der SportsChampSeries nach dem 4. Lauf:

Platz 1: Dr.Wolfgang Sprogis, 18 Punkte

Platz 2: Peter Barharn, 15 Punkte

Platz 3: Sebastian Schmidt-Isenbeck, 11 Punkte

Platz 4: Katja Grosjean und Harald Reiners, je 9 Punkte

Platz 6: Günter Renardy, 8 Punkte

Platz 7: Henner Ruth und Torsten Ewers, je 6 Punkte

Platz 9: Norma Niemann und Klaus-Uwe Schaffrath, je 5 Punkte

Platz 11: Hellmuth Fricke, 3 Punkte

Platz 12: Robert Frowein, 2 Punkte