...mal so zwischendrin...



"Der Grand-Prix von Hohwacht"
am 6.Juni in Hohwacht/Ostsee


HOHWACHT UND DER GRAND-PRIX

Vor vielen Jahren - noch unter der Flagge des Historischen Automobilclubs Böhmfeld - fand in Hohwacht schon einmal ein "großer Preis" statt - hier fuhren teilweise schön laute Rennwagen von Hohwacht nach Behrensdorf und zurück. Viele Hohwachter erinnern sich noch gut daran - und fragen immer wieder nach, wann es denn wieder ein solches Ereignis geben wird. Okay, das hat allen damals viel Spaß bereitet, es war aber dem Veranstalter letztendlich doch zu unsicher, da die Strecke nicht so konsequent abgesperrt werden konnte, wie dies später in Putlos möglich war. So fragte die sehr für das Ferienörtchen rührige Frau Wenzel von der Hohwachter Touristik GmbH ständig nach, ob nicht auch wieder einmal ein "automobilhistorisches Ereignis mit schönen Oldtimern" in Hohwacht möglich wäre. Nun, Frau Wenzel und Gert Pollmann setzten sich mal ernsthaft zusammen und schon war der "Grand-Prix von Hohwacht" geboren - diesmal in Form einer Geschicklichkeitsfahrt durch den ganzen Kurort hindurch. Und auch der uns immer wohlgesonnene Gastronom Philipp Brandt vom Hotel Genueser Schiff unterstützte uns: er übernahm die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung. Besonders stolz waren wir darauf, dass die Mutter von Philipp Brandt und Gründerin des Genueser Schiffes eigens angereist war, um an diesem Ereignis aktiv teilzunehmen - die Gräfin von Waldersee war die Beifahrerin von Olli Grahmann in seinem grünen Alfa und hatte sichtlich Spaß an der Veranstaltung - und überreichte auch die Pokale der Geschicklichkeitsfahrt.

HOHWACHT UND DIE GESCHICKLICHKEITSFAHRT

Ne Geschicklichkeitsfahrt durch Hohwacht - ja, wie geht denn das? Ganz einfach: im Kurpark waren drei Messpunkte aufgebaut: ein gelb-grüner kleiner Flaggenmast mit einer leicht zu überfahrenden Messlatte. Es galt nun mit dem rechten Vorderrad den Flaggenmast dreimal in einer Entfernung von 81 Zentimetern zu passieren - jeder Zentimeter Abweichung bedeutete jeweils einen Minuspunkt. Das war eine gar nicht so leichte Herausforderung - wie die Fahrer im Verlauf des etwa 80-minütigen Wettbewerbs feststellen mussten... Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle für die "Messarbeiten" an Frau Wenzel und die beiden Helfer der Hohwachter Touristik GmbH - welche ihre gar nicht mal so leichte Aufgabe hervorragend lösten.

HOHWACHT UND DIE FAHRTROUTE

Aufstellung der Fahrzeuge - das war natürlich in unserem einmaligen Fahrerlager am Hotel Genueser Schiff. Von hier aus starteten die Fahrzeuge (alle mit Beifahrer) in Richtung Kurpark - um hier etwa 20 Minuten zu verweilen und sich den Besuchern zu präsentieren. Dann ging es los: raus auf die große Dorfstrasse nach Alt-Hohwacht bis zur Wendeschleife und dann wieder zurück durch den Kurpark hindurch und wieder auf dieselbe Strecke....

HOHWACHT UND DIE TEILNEHMER

Klar, die meisten Teilnehmer sind schon am Vortag in Putlos gestartet - und so war das langsame Fahren durchs Kurörtchen willkommen. Aber es gab auch extra hierfür angereiste Teilnehmer - einer davon war Matthias Baum mit seinem gelben MGB und der (das darf der Redakteur in diesem Zusammenhang sagen) ältesten Besucherin, Wanda Paulmann, welche gerade 96 Jahre alt geworden war - ihr machte der Grand-Prix einen Riesenspaß!

Tja, natürlich gab es auch eine Wertung der immerhin 19 Teilnehmer: Erster wurde der Rennprofi Leo Schiewek - nun, der Lola und der Chevron, den er normalerweise bei den ProtoChampSeries pilotiert, verlangt einfach präzises Fahren. Leo trat hier (aus Lärmgründen) aber nicht mit einem seiner Rennfahrzeuge, sondern mit dem Ferrari seines Freundes Günter Renardy an: bei drei gewerteten Runden hatte Leo nur 3 Zentimeter Abweichung! Aber auch Dirk Scharmukschnis mit seinem Über-Capri (Cosworth Turbo aus dem Jahre 1969 und mit Vierradantrieb!) war nur um Haaresbreite "schlechter" - bei ihm waren es 4 Zentimeter! Und Olli Grahmann mit Gräfin war Dritter: nur 5 Zentimeter...

HOHWACHT UND DAS INTERESSANTESTE FAHRZEUG

Aber es gab noch einen Pokal - gestiftet von der Gemeinde Hohwacht. Frau Wenzel hatte die Aufgabe, das interessanteste Fahrzeug zu definieren - und zwar nach ihrem ganz persönlichen (und bewußt nicht fachkundigen) Geschmack. Und das war "ganz eindeutig, das hab ich gleich gesehen" der tolle Lotus Super Seven von Reinhard Timm: er konnte den Pokal der Gemeinde Hohwacht mit heimnehmen, der ihm später von Frau Wenzel persönlich überreicht wurde...

HOHWACHT UND DER ABSCHLUSS

Klar, die Siegerehrung fand wieder direkt vor dem Hotel Genueser Schiff in strahlendem Sonntagssonnenschein-Wetter statt. Die wichtigsten Pokale der Geschicklichkeitsfahrt wurden von "der Gräfin" überreicht, der Schirmherr reichte alkoholfreie Erdbeerbowle - herrlich! Tja - und dann saßen alle noch etwas beisammen um sich dann bei immer noch strahlendem Sonnenschein auf die teilweise doch weite Heimfahrt zu machen...

Und übrigens: Kaum waren wir weg, schon regnete es wieder...

Ergebnisse:

Platz 1: Leo Schiewek, 3 Punkte
Platz 2: Dirk Scharmukschnis, 4 Punkte
Platz 3: Frank-Oliver Grahmann, 5 Punkte
Platz 4: Martin & Philipp Jastorff, 8 Punkte
Platz 5: Dr.Wolfgang Sprogis, 10 Punkte
Platz 6: Reinhard Timm, 10 Punkte
Platz 7: Sebastian Schmidt-Isenbeck, 11 Punkte
Platz 8: Peter Hanke, 12 Punkte
Platz 9: Michael Thalacker, 12 Punkte
Platz 10 Günter Renardy, 17 Punkte
Platz 11: Heiko Budzynski, 18 Punkte
Platz 12: Torsten Ewers, 20 Punkte
Platz 13: Denis Nosowski, 22 Punkte
Platz 14: Witali Nosowski, 23 Punkte
Platz 15: Axel Gnutzmann, 24 Punkte
Platz 16: Reno Höft, 33 Punkte
Platz 17: Matthias Baum, 34 Punkte
Platz 18: Peter Barharn, 55 Punkte
Platz 19: Hardy Hensel (ohne Beifahrer): 71 Punkte