DRITTER LAUF ZUR PROTOCHAMPSERIES



"Historic Challenge Obermehler" vom 20. bis 22.August 2021



DIE STRECKE UND DER WETTBEWERB

... war natürlich alles ganz neu. Und wie positiv überrascht wir alle waren! Mit dem früheren Kassel-Calden ist das kein Vergleich! Heinz Jordan und sein Team haben hier eine wunderbare Strecke gefunden, es waren weiche Kurven und - endlich einmal - auch lange Geraden möglich. Trotz des einfachen Layouts der Strecke war der Kurs anspruchsvoll. Man fuhr mit deutlich höheren Geschwindigkeiten, und da waren logischerweise auch die Kurven schneller da, da musste man sich schon konzentrieren um den Kurs und vor allem die Bremspunkte richtig einzuschätzen. Und was echt auch toll war: Der Streckenbelag. Topfeben mit keiner einzigen Bodenwelle. Welch ein Genuss für unsere schönen Autos! Erfreulich: Heinz Jordan hat schon entschieden die Veranstaltung auch in 2022 wieder durchzuführen. Dank begeisterter Sponsoren wie Batterie.24, die das intensiv nicht nur mit Geld sondern auch mit Marketing-Tipps unterstützen wollen (so der Inhaber von Batterie.24, Jörg Kieback) ist das jetzt schon sicher.

Riesenglück hatten wir mit dem Wetter. Es war ja eine zweieinhalb-Tages-Veranstaltung, Training am Freitag, die Läufe am Samstag und am Sonntag. Für Sonntag waren Unwetter angesagt. Aber die Meterolügen hatten unrecht: Alle Läufe fanden bis in den späten Nachmittag hinein bei trockener Piste und angenehmen 22 Grad Celsius statt! Zugegeben: Eine Stunde später regnete es dann wie aus den bekannten Kübeln...

Unser Lauf der ProtoChampSeries war gut besucht, diesmal durchgehend mit sehr schnellen Autos und einigen Gästen. Die Wertung war wieder in Form einer Stilfahrt. Bedingung war aber, dass an beiden Tagen in zwei Läufen gefahren wurde - was nicht alle Teilnehmer schafften. Platz eins belegte wieder Sascha Bloch. Er war einer der ganz wenigen Fahrer, der in der Schikane bei Start und Ziel NICHT durch das immer größer werdende Loch neben der Piste fuhr, hier gab es bei ihm keine Staubwolke. Zugegeben: Es war schon verlockend die Schikane mit viel Tempo zu nehmen um dann mal kurz 'nen Ausflug neben die Piste zu machen. ABER: Sonst mögen wir die Bodenwellen nicht - und hier fahren wir absichtlich rein... Den zweiten Platz belegten punktgleich Michael Sielaff und Jürgen Krull. Der Mercedes DTM-Prototyp und der Lotus Cortina wurde in jeder Runde absolut am Limit bewegt - ohne einen Verbremser. Große Routine! Den vierten Platz belegte Martin und Maya Mueller auf seinem schnellen BMW, der - so munkelt man - im Winter wohl komplett umgebaut werden wird "Ich fahre ja immer an der Leistungsgrenze", so Martin. Ob sich daran was ändern wird? Den fünften Platz teilten sich ebenfalls punktegleich der junge Lino Abel auf dem schnellen Abarth 1000 TC und Jens Schröder auf dem gar nicht langsamen Alfa-Romeo 75...Und auf Platz sieben lag nach fünf Läufen der Veranstaltung Holger Muhs auf seinem so gepflegten Porsche 944.


DAS DRUMHERUM

... ist natürlich bei der allerersten Veranstaltung nicht so ganz einfach. Welches
Hotel nimmt man? Wo können die Autos stehn? Antwort: im abgesicherten Fahrerlager!
War das schön, Platz ohne Ende, Anhänger, Zugfahrzeug und Renner konnten
problemlos beieinanderstehen... Am Samstag waren von uns sehr schöne Autos
am Start. Der auffälligste Renner war sicher der Lola T70 Mk IIIB von Achim Schlafke,
welch eine wunderbare Geräuschkulisse. Und immer schön anzusehen ist der Royale
von Lars Hoffmann, wie immer: ladenneu...könnte man meinen. Auffällig waren auch
die beiden Pollmann-Fahrzeuge: der SuperSports Roadster lief mit seinem neuen
Vergasermotor schon besser als in Groß-Dölln und der Classic Fish stand als Aus-
stellungsfahrzeug bei Batterie.24 und kam aber auch zweimal zum Einsatz:
Einmal durch Jörg Kieback und im vorletzten Lauf durch Gert Pollmann. Ein tolles
Fahrzeug ist auch die rote Lotus Elite von Katia und Henner, ja, so klein und schnell
können Autos sein! Torsten Ewers und Holger Muhs hielten die Porsche-Frontmotor-
Klasse (968 und 944) hoch, die Bösling-Eltern den Heckmotor 911. Ja, alle Böslings
waren am Start: Johann und Robert starteten im BMW M3 (als Ersatz für den
wunderschönen Hillman Imp) und im bekannten VW Golf GTI Serie 1. Und immer ein
Hingucker ist der Lotus Super Seven von Reinhard Timm. Wenn man das Auto anschaut
und Timmy sitzt nicht drinne, dann fehlt irgendetwas... Und man kann sich nur schwer
vorstellen, dass Jörg Hoffmann mal nicht in seinem Triumph Spitfire fährt...Und erstaunlich:
Martin Jastorff hat immer noch kein neues Auto! Er kam wieder mit seinem Mercedes 230 CE,
der ganz schön flott ist...


Und hier nun die Ergebnisse:


1
Sascha Bloch (Lotus 61)
49 Punkte

2
Jürgen Krull (Lotus Cortina) und Michael Sielaff (Mercedes DTM-Prototyp)
46 Punkte

4
Martin und Maya Mueller (BMW E30 Special)
43 Punkte

5
Lino Abel (Abarth 1000 TC) und Jens Schröder (Alfa Romeo 75)
42 Punkte

7
Holger Muhs (Porsche 944)
40 Punkte

8
Gert Pollmann (Pollmann SuperSports Roadster und Classic Fish)
(neutral ohne Punktewertung)

Anmerkung:
Wertungsvoraussetzung ist die Teilnahme an mindestens zwei Läufen/Tag

Ohne Wertung: Martin Jastorff, Johann Bösling, Robert Bösling, Heiko Bösling, Achim Schlafke, Torsten Ewers, Henner Ruth, Lars Hoffmann, Reinhard Timm, Jörg Hoffmann